42 Millionen Euro für Frieden und Sicherheit am Horn von Afrika

Die EU, die ADA und die Regionalorganisation für Entwicklung am Horn von Afrika IGAD unterzeichneten ein neues Friedens- und Sicherheitsprogramm.

Mit insgesamt 42 Millionen Euro sollen am Horn von Afrika Beiträge zur Stabilisierung der Region geleistet, Konflikte vermieden und somit die Grundlage für ein besseres Leben für alle erreicht werden.

Konflikt frühzeitig erkennen

"Wir arbeiten schon seit 2009 mit IGAD zusammen und haben die Errichtung eines Konfliktfrühwarnsystems unterstützt", erklärt Martin Ledolter, Geschäftsführer der Austrian Development Agency, der Agentur der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit, bei der Vertragsunterzeichnung in Addis Abeba. Durch das Frühwarnsystem CEWARN (Conflict Early Warning and Response Framework) können aufkeimende Konflikte z.B. um Wasser oder Weideland rasch erkannt und geschlichtet werden. "Es ist wichtig, in einer der krisen- und konfliktreichsten Regionen der Welt - am Horn von Afrika - die Grundlagen für eine nachhaltige Entwicklung zu schaffen", betont Ledolter. Am Horn von Afrika leben rund 13 Millionen Menschen als Binnenflüchtlinge und knapp 20 Millionen Menschen leiden Hunger, weil alle Jahre wiederkehrende Dürreperioden die Ernte ruinieren.

Je eine Million Euro aus Österreich und Schweden

Die 40 Millionen Euro aus dem Nothilfe-Treuhandfonds der EU für Afrika (EUTF) werden mit je einer Million Euro von der Austrian Development Agency und der Schwedischen Internationalen Entwicklungsagentur SIDA kofinanziert. Die ADA wurde von der Europäischen Kommission beauftragt, das neue Friedens- und Sicherheitsprogramm "IGAD Promoting Peace and Stability in the Horn of Africa Region" gemeinsam mit IGAD abzuwickeln, und bekommt dafür von der EU 35 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. 5 Millionen gehen direkt an IGAD.

Frauen in Friedensprozesse einbinden

Durch die Stärkung IGADs, des Konfliktfrühwarnsystems sowie der nationalen Regierungskapazitäten der Region sollen eine bessere überregionale Sicherheit und eine gute Zusammenarbeit über Landesgrenzen hinweg erreicht werden. Konkret geht es darum, Konflikte frühzeitig erkennen und ihnen entgegenwirken zu können, Monitoring auszubauen, die regionale Kooperation zu verstärken und Institutionen besser auszustatten. Ein spezieller Fokus soll auf die Rolle von Frauen in Friedensprozessen gelegt werden.