Armut und Hunger beseitigen

Die Nachhaltigen Entwicklungsziele 1 und 2 sind Kernanliegen der Austrian Development Agency.

Mit dem Welthungertag (16. Oktober) und dem Internationalen Tag für die Beseitigung der Armut (17.Oktober) wird auf die prekären Zustände in weiten Teilen der Welt aufmerksam gemacht: Laut Angaben der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) leiden 815 Millionen Menschen weltweit an Hunger und Unterernährung. 836 Millionen Menschen leben in extremer Armut. Das heißt, sie müssen mit weniger als 1,25 US-Dollar pro Tag auskommen. Um Hunger und Armut zu beseitigen, fördert die Austrian Development Agency (ADA), die Agentur der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit, gezielt Projekte zur Ernährungssicherheit und nachhaltiger Landwirtschaft.

Hunger ein für alle Mal beenden

"Wir sind die Generation, die es schaffen kann, den Hunger auf dieser Welt zu beseitigen", ruft ADA-Geschäftsführer Martin Ledolter das Zitat des früheren UN-Generalsekretärs Ban Ki-Moon in Erinnerung. Von 2007 bis 2016 förderte die ADA mit insgesamt 30 Millionen Euro 60 Projekte, die Nahrungsmittelhilfe leisteten und zur Ernährungssicherheit in den Partnerländern beitrugen. 20 der aktuellen Projekte mit einem Vertragsvolumen von zwölf Millionen Euro unterstützen das Nachhaltige Entwicklungsziel 2 der Vereinten Nationen "Kein Hunger bis 2030". "Hunger ist die schlimmste Form der Armut. Dementsprechend nimmt die Erreichung dieses Entwicklungszieles auch eine wichtige Rolle in der Arbeit der ADA ein", so Ledolter.

Armut weiter reduzieren

Auch extreme Armut soll in den nächsten 15 Jahren beendet werden - so das Ziel der Vereinten Nationen (SDG 1). "In den letzten Jahren hat die internationale Gemeinschaft viel erreicht. Laut den Vereinten Nationen sank die Zahl der in extremer Armut lebenden Menschen zwischen 1990 und 2015 um mehr als die Hälfte. Nun gilt es auf den Erfolgen aufzubauen, um ein gutes Leben für alle Menschen zu erreichen", bekräftigt Martin Ledolter.

Die Beseitigung von Armut ist eines der drei Hauptziele der ADA. Als wesentliche Faktoren für Armutsminderung, dienen Programme und Projekte in den Bereichen Bildung, Landwirtschaft, Energie, Wasser, Geschlechtergleichstellung, Konfliktprävention, gute Regierungsführung und Menschenrechte sowie Privatsektorentwicklung. "Durch Förderung von öffentlichen und privaten Beratungsdienstleistungen unterstützen wir KleinbäuerInnen, die oft am Existenzminimum leben, bei der Steigerung ihrer Produktivität oder beim Zugang zu lokalen und regionalen Märkten. Auf diese Weise leisten wir einen entscheidenden Beitrag zur Verringerung der Armut in unseren Partnerländern", so Waltraud Rabitsch, ADA-Fachreferentin für Armutsminderung und Ländliche Entwicklung.

Die ADA setzt jährlich rund 650 Projekte und Programme mit einem Gesamtvolumen von 500 Millionen Euro um, um die Lebensbedingungen in Entwicklungsländern zu verbessern.