Engagement am Kaukasus

Zwei neue Programme helfen Frauen in Konflikten zu stärken und geschlechtergerechte Politik zu fördern.

Im Rahmen seines OSZE-Vorsitzes leistet Österreich in der Schwarzmeerregion und im Südkaukasus einen wichtigen Beitrag, um gerade Frauen in die Bemühungen um Frieden und Sicherheit gut einzubinden. Die Austrian Development Agency (ADA) fördert ab Februar mit über 700.000 Euro die Umsetzung der UN-Sicherheitsratsresolution 1325 und ihrer Folgeresolutionen in Armenien, Aserbaidschan, Georgien, Moldau und der Ukraine. "Die Resolutionen verfolgen das Ziel, Frauen in Kriegen besser zu schützen und ihre Rolle in Friedensverhandlungen und dem Wiederaufbau zu stärken", erklärt ADA-Geschäftsführer Martin Ledolter. VertreterInnen der Regierungen und der Zivilgesellschaft werden aus- und weitergebildet und erarbeiten nationale Aktionspläne für die Umsetzung der Resolutionen.

"Darüber hinaus unterstützen wir UN Women bei der Förderung geschlechtergerechter Politik in Moldau, Albanien, Bosnien und Herzegowina und Mazedonien mit 1,1 Millionen Euro. Bereits bei der Budgetplanung und Verteilung öffentlicher Gelder sollen Frauen aktiv eingebunden und berücksichtigt werden", führt Ledolter aus. Knapp 9.000 Gemeinde- und ParlamentsmitarbeiterInnen, Studierende sowie Frauen und Männer in Zielgemeinden werden von dem Projekt unmittelbar profitieren.

Im Einklang mit der EU-Nachbarschaftspolitik ist die Anbindung der Schwarzmeerregion an den Donauraum ein wesentliches Anliegen der österreichischen Außenpolitik. Der OSZE Vorsitzende, Bundesminister Sebastian Kurz, plant auf seiner Reise in den Südkaukasus auch einen Besuch von Binnenvertriebenen in Georgien. Die ADA unterstützte in einem mehrjährigen Projekt die soziale und wirtschaftliche Integration von Minenopfern.