Gemeinsam etwas verändern

Die Integration von ethnischen Minderheiten in Kosovo wird durch eine bessere Ausbildung – aber auch durch Sport und Spiel - gestärkt.

Die Integration von ethnischen Minderheiten in die lokalen Gesellschaftsstrukturen in Kosovo ist ausbaufähig. Daher unterstützt die Austrian Development Agency ein Projekt, das mit Bildungs- und Freizeitangeboten die Roma, Askhali und Ägypter in der Region besser einbinden möchte.

Vorurteile abbauen

Mit 450.000 Euro fördert die ADA bereits zum zweiten Mal drei lokale Nichtregierungsorganisationen, die mit verschiedenen Angeboten ein respektvolles und positives Miteinander über verschiedene Kulturen und Traditionen hinweg erreichen wollen. Durch gemeinsame Aktivitäten werden ethnisch motivierte Stereotype abgebaut. Sportliche Aktivitäten und gemeinsames Erleben stehen dabei im Vordergrund.

Neben dem Aufbau von Toleranz geht es darum, das Ausbildungsniveau von Kindern und Erwachsenen zu steigern. "Das Recht auf Bildung ist uns ein zentrales Anliegen", betont Gunther Zimmer, Auslandsbüroleiter der ADA in Pristina. Spezielle Fördermaßnahmen abseits des regulären Schulunterrichts helfen, Kinder aus Minderheiten besser ins staatliche Schulsystem zu integrieren. "Aber auch in der Erwachsenenbildung wollen wir mit gezielten Inhalten ansetzen, um die ökonomischen Chancen der betroffenen Familien nachhaltig zu verbessern", sagt Zimmer.

Mitsprache stärken

Eines der Projektziele von EDI (Empowerment of Kosovo minorities through Education, Dialogue and Involvement in decision-making processes) ist, die Teilnahme der MinderheitenvertreterInnen an Entscheidungsprozessen auf Gemeindeebene auch rechtlich zu stärken. Durch die Erarbeitung von Arbeitsplänen und die Einrichtung von multi-ethnischen Arbeitsgruppen in den Gemeinden soll die Umsetzung der nationalen Strategie zur Integration der Roma, Ashkali, Ägypter und anderer Minderheiten auf lokaler Ebene verbessert werden. Das Projekt unterstützt somit die kosovarische Regierung, zentrale Forderungen der Europäischen Union zur Minderheitenintegration umzusetzen.

Rund 2.000 Menschen - vorwiegend Jugendliche, aber auch Eltern, LehrerInnen und Freiwillige - sollen vom Projekt profitieren. Umgesetzt werden die Aktivitäten von einer Arbeitsgemeinschaft bestehend aus: Balkan Sunflowers Kosova, The Ideas Partnership und PL4Y International.

Außenministerin Karin Kneissl besuchte im Zuge ihrer Westbalkanreise Ende März 2018 das Projekt EDI.