Gewässerschutz in Uganda

Wie ein Masterprogramm zur Erreichung der nachhaltigen Entwicklungsziele in Uganda beiträgt.

Die frisch gebackenen ugandischen Absolventen des internationalen Masterprogramms Limnologie & Feuchtgebietsmanagement (Limnology & Wetland Management Masters Programme - LWM), Nathan Semwanga und Mark Olokotum, leisteten durch ihre Masterarbeiten wesentliche Beiträge zur Erreichung der Entwicklungsziele (SDGs).

Nathan beispielsweise untersuchte die Schwermetallbelastung des ugandischen Flusses Rwizi, um Sicherheitsbedenken bezüglich der Wasserqualität zu prüfen und mögliche Auswirkungen auf die im Gewässer lebenden Fische einzuschätzen. Mark untersuchte die Murchison Bay und den Napoleon Golf des Viktoriasees auf Algengiftstoffe. Der See versorgt die bevölkerungsreichen Städte Kampala und Jinja mit Trinkwasser. Darüber hinaus studierte Mark wie effizient die Wasserwerke Gaba III und Walukuba das Wasser von den Giftstoffen reinigen. In diesem Zusammenhang untersuchte er den Aufbereitungsweg des Wassers vom Werk bis hin zu den KonsumentInnen.

LWM - wahrlich international

Ende April 2017 schlossen Nathan und Mark, gemeinsam mit acht weiteren KommilitonInnen, das Masterprogramm ab. Sie studierten jeweils ein Semester in Österreich (Universität für Bodenkultur Wien - BOKU), Kenia (Egerton University), den Niederlanden (UNESCO-Institute for Hydrological Education Delft) und beendeten ihr Studium mit einem siebenmonatigen Forschungsprojekt in ihrem Heimatland. Beide Jung-Wissenschaftler setzen nach ihrem Abschluss ihre Forschung im Bereich Ökologie und Schutz von Ressourcen in Uganda fort.

Das LWM-Masterprogramm ist Teil einer regionalen Schwerpunktsetzung der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit (OEZA). Die Förderung wird durch die Austrian Development Agency (ADA) abgewickelt, die zwischen 2015 und 2018 die Initiative mit 1,65 Millionen Euro unterstützt.

Ziel ist es, die Wasserressourcen im östlichen Afrika für künftige Generationen zu sichern. Wissenschaft und Forschung leisten entscheidende Beiträge zur Gewährleistung eines nachhaltigen Wassermanagements und stellen unter anderem eine fundierte Expertise für die EntscheidungsträgerInnen der Region bereit.