Kampf gegen Hunger

In den letzten 10 Jahren setzte die ADA 60 Projekte in der Höhe von 30 Millionen Euro im Bereich Ernährungssicherheit und Nahrungsmittelhilfe um.

Laut Angaben des Welternährungsprogramms der Vereinten Nationen leiden derzeit rund 800 Millionen Menschen an Hunger. Um darauf aufmerksam zu machen, läuten morgen in ganz Österreich um 15 Uhr die Kirchenglocken.

"Wir sind die Generation, die es schaffen kann, Hunger auf dieser Welt zu beseitigen", ruft ADA-Geschäftsführer Martin Ledolter das Zitat des früheren UN-Generalsekretärs Ban Ki-Moon in Erinnerung. "In den vergangenen Wochen hat die österreichische Bundesregierung auf Initiative von Bundesminister Sebastian Kurz rund 10 Millionen Euro aus dem Auslandskatastrophenfonds für Afrika bereitgestellt. Dieser Betrag wird 100.000 Menschen das Überleben sichern und ihnen eine Zukunftsperspektive bieten", erklärt Martin Ledolter, Geschäftsführer der Austrian Development Agency (ADA), der Agentur der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit.

Von 2007 bis 2016 förderte die ADA 60 Projekte, die zur nachhaltigen Ernährungssicherheit und Nahrungsmittelhilfe mit insgesamt 30 Millionen Euro beitrugen. 20 der aktuellen Projekte mit einem Vertragsvolumen von 12 Millionen Euro unterstützen das Nachhaltige Entwicklungsziel 2 der Vereinten Nationen "Kein Hunger bis 2030".

Ernährungssicherung in Afrika

Ein wichtiges Programm zu Ernährungssicherheit hat die ADA in der Bergregion Äthiopiens, in Nord-Gondar, gefördert. BäuerInnen wurden dabei unterstützt, Dürre vorzubeugen und ausgelaugte Böden und überweidete Flächen zu vermeiden. Die Lebensgrundlage von 350.000 Haushalten konnte verbessert werden. Eine zweite Projektphase ist in Planung. "Ein anderes gutes Beispiel ist die strategische Zusammenarbeit mit der Caritas: Mit 3 Millionen Euro fördern wir in 60 Dörfern in Äthiopien, Burkina Faso, im Südsudan und dem Senegal Maßnahmen, die zu abwechslungsreicherem Anbau und einer besseren Lagerung der Ernte führen", so Ledolter. Die Ernährungssituation von 6.300 Familien soll verbessert und die Unterernährung von Kleinkindern verringert werden.

Nahrungsmittelhilfe in Krisen

Neben der Unterstützung für das stark vom Hunger betroffene Ostafrika und nachhaltigen Selbsthilfeprojekten fördert die Austrian Development Agency mit Mitteln aus dem Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft auch Nahrungsmittelhilfe in und um Syrien. Der Krieg in Syrien gefährdet die Ernährungssituation von 9 Millionen Menschen. Österreich förderte die Maßnahmen des Welternährungsprogramms für Syrien und dessen Nachbarstaaten in den vergangenen Jahren mit über 11 Millionen Euro.