Lebensgrundlage sichern

Migrationsprojekt in Norduganda feierlich eröffnet

Mitte November 2017 wurde in Norduganda ein Projekt zur Unterstützung von südsudanesischen Flüchtlingen und ihren Gastgebergemeinden feierlich eröffnet. Das Projekt wird von der Austrian Development Agency (ADA) und der Caritas Kärnten sowie der Partnerorganisation Bruder Schwester in Not (BSI) finanziert und von Horizont3000 und zwei lokalen Partnern (AFARD und Palm Corps) umgesetzt. 

Nahrungsmittelsicherheit gewährleisten

"Oberstes Ziel des Projekts ist es, die Nahrungsmittelsicherheit von Flüchtlingen und den gastgebenden Gemeinden zu gewährleisten", betont ADA-Auslandsbüroleiter Günter Engelits bei der offiziellen Projekteröffnung. Mit insgesamt einer halben Millionen Euro fördert die Austrian Development Agency das Projekt, das Einkommensmöglichkeiten eröffnen und zum Schutz natürlicher Ressourcen beitragen wird. "Uganda hat über eine Million Menschen aus dem Südsudan aufgenommen. In dieser humanitären Ausnahmesituation ist Unterstützung notwendig: Helfen werden praktische Verbesserungen der Anbaumethoden, Hilfestellungen in der Erntevermarktung oder etwa die Verteilung von landwirtschaftlichem Handwerkzeug", so Engelits.

Land der offenen Türen

Seit Sommer 2016 fliehen Menschen vor den Kämpfen im Südsudan in den Nachbarstaat Uganda. Dort stellt die Regierung den Neuankömmlingen ein Stück Land zur Bewirtschaftung zur Verfügung. Alleine die nordöstlichsten Distrikte Yumbe und Arua beheimaten eine halbe Million Flüchtlinge. Genau dort wird das von der ADA finanzierte Projekt rund 5.000 Menschen Hilfe bieten.

Österreich als verlässlicher Partner

Seit Beginn der Flüchtlingskrise im Südsudan steht Österreich seinem Partnerland Uganda unterstützend zur Seite. Neben dem soeben gestarteten Migrationsprojekt setzt die ADA unter anderem ein Projekt für die Europäische Union um. Mit 2,45 Millionen Euro Fördergeld baut die ADA gemeinsam mit dem ugandischen Wasserministerium Wasserleitungssysteme und eine Kläranlage. Für rund 70.000 Menschen bedeutet die neue Versorgung mit Trinkwasser und Entsorgung von Abwasser eine enorme Verbesserung ihrer Lebensbedingungen.