Migration und Entwicklung – Projektstart

Die Austrian Development Agency (ADA) schlägt mit sechs neuen Projekten eine Brücke zwischen Humanitärer Hilfe und Entwicklungszusammenarbeit.

Die Förderung von drei Projekten österreichischer Nichtregierungsorganisationen zum Thema "Migration und Entwicklung" durch die ADA hat im Juli begonnen. Drei weitere Projekte starten im September: Mit 3 Millionen Euro unterstützt die Agentur der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit Maßnahmen, die zur unmittelbaren Versorgung von Flüchtlingen in Kombination mit langfristigen Entwicklungsmaßnahmen dienen. Die Projekte im Libanon, in Jordanien, Pakistan, Afghanistan, Uganda und Äthiopien beschäftigen sich mit Wasser- und Sanitärversorgung, Schutz vor geschlechterspezifischer Gewalt, Zugang zu Bildung für Menschen mit Behinderung, Berufsausbildung und Nahrungsmittelsicherheit.

Auch Gastgebergemeinden unterstützen

"Wir wollen mit den neuen Projekten die Lebensbedingungen von Menschen auf der Flucht verbessern und gleichzeitig auch die Gemeinden, die Flüchtlinge aufnehmen, unterstützen", erklärt Martin Ledolter, Geschäftsführer der Austrian Development Agency: "Damit schlagen wir eine Brücke zwischen Humanitärer Hilfe und Entwicklungszusammenarbeit. Denn neben der akuten Hilfe braucht es langfristiges Engagement, damit alle Menschen bessere Zukunftsperspektiven bekommen."

Die Projekte werden gemeinsam mit lokalen Partnerorganisationen durchgeführt, die die Lebenssituation der Begünstigten besonders gut kennen. Ein Projekt der Caritas in Pakistan etwa kümmert sich sowohl um die Berufsbildung afghanischer Flüchtlinge als auch der einheimischen Bevölkerung. 750 Menschen sollen Trainings erhalten. Das Österreichische Rote Kreuz wiederum organisiert im Libanon die Wasserversorgung für syrische Flüchtlinge in informellen Zeltlagern. Aber auch die Wasserversorgung der Gastgebergemeinden wird verbessert - über 1.000 Menschen sollen einen besseren Zugang zu Trinkwasser erhalten.