Nachhaltige Energielösungen für die Region Himalaya-Hindukusch

ADA und ICIMOD eröffnen regionales Zentrum für erneuerbare Energien und Energieeffizienz im Himalaya-Hindukusch.

Am 13. November eröffneten die Austrian Development Agency (ADA) und das International Centre for Integrated Mountain Development (ICIMOD) ein Kompetenzzentrum der Initiative Sustainable Energy for All (SE4ALL) in Kathmandu, Nepal. Damit soll der Zugang zu modernen, bezahlbaren und zuverlässigen Energiedienstleistungen in der Himalaya-Hindukusch Region verbessert werden. Das Zentrum, genannt Regional Renewable Energy and Energy Efficiency Capability for the Hindu Kush Himalaya (REEECH), wird innovative und nachhaltige Energielösungen entwickeln. Es hilft Bergbevölkerungen, ihr Leben an die Auswirkungen des Klimawandels anzupassen und dessen Auswirkungen einzudämmen. Dadurch sollen auch die sozialen und wirtschaftlichen Bedürfnisse von Menschen, die in Bergregionen leben, erfüllt werden.

Energie ist kritisch für das Wirtschaftswachstum und die Widerstandsfähigkeit einer Gesellschaft. "Zugang zu bezahlbarer, verlässlicher, nachhaltiger und moderner Energie für alle sichern" - das siebte der Globalen Ziele für Nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals, SDGs) ist für die Himalaya-Hindukusch Region jedoch besonders schwer zu erreichen. Energiearmut ist hier schockierend hoch. Rund 80% der Bevölkerung haben keinen Zugang zu sauberer Energie und sind zum Kochen und Heizen auf Biomasse - hauptsächlich Brennholz - angewiesen. Das enorme Potential für Wasserkraft bleibt größtenteils unerschlossen.

Um dieses akute Bedürfnis nach mehr Energiesicherheit in Bergregionen und Ökosystemen in der Region zu thematisieren, unterstützte die ADA ICIMOD bei der Gründung des regionalen Kompetenzzentrums mit dem Ziel "Nachhaltige Energie für alle". REEECH wird als regionaler Knotenpunkt unter dem Dach des Globalen Netzwerks Regionaler Energiezentren (GN-SEC) tätig sein, das von Organisation der Vereinten Nationen für industrielle Entwicklung (UNIDO) koordiniert wird. Das endgültige Ziel ist, den universellen Zugang zu Energie in der Himalaya-Hindukusch Region zu beschleunigen und Energiefragen in Bergregionen prominent auf der globalen Agenda zu nachhaltiger Entwicklung und Klimaschutz zu positionieren.

In seiner Rede machte ADA-Geschäftsführer Martin Ledolter auf die Notwendigkeit aufmerksam, den Zugang zu erneuerbaren Energien sicherzustellen, um nachhaltige Entwicklung in Bergregionen voranzubringen: "Der verbesserte Zugang zu erneuerbaren Energien und effizienten Technologien ist entscheidend, um klimabeständige Lebensperspektiven in der Himalaya-Hindukusch Region zu schaffen. Unsere gemeinsamen Maßnahmen sind daher gefragt, um politische Rahmenbedingungen zu verbessern, Kapazitäten auszubauen, innovative Finanzierungslösungen zu schaffen und vor allem konkrete Projekte umzusetzen. So können wir die Energiesicherheit der Menschen im m Himalaya-Hindukusch verbessern. In diesem Zusammenhang ist die Rolle von REEECH entscheidend: Das Zentrum ermöglicht uns, koordiniert und gezielt zu handeln. So können wir letztendlich dem Ziel nachhaltige und bezahlbare Energie für alle näherkommen."ICIMODs Generaldirektor David Molden hob die Bedeutung dieser Initiative für die Region hervor: "Als globale Gemeinschaft wissen wir, wie wir das Problem der Energiearmut lösen können. Wir wissen auch, wie effektiv erneuerbare Technologien wie Solar- und Windenergie, Biogas, Kleinwasserkraft und Inselnetze sein können. Was uns fehlt, ist ein deutlicher Fokus auf die Berge und der Auftrag, auch die entlegensten Gebiete mit nachhaltiger Energie zu erreichen. Mit REEECH wird uns das gelingen."