Zeugnisverteilung in Bhutan

Die ersten AbsolventInnen der Tourismusschule Bhutan erhielten im Juni ihre Diplome. Der Schulaufbau und die Lehrpläne entstanden mit Salzburger Know-how.

Auch im Royal Institute for Tourism und Hotel Management (RITH) in Bhutan gab es in der letzten Juniwoche 2016 Zeugnisse: die ersten 176 AbsolventInnen der Schule erhielten ihre Abschlussdiplome. Im Rahmen eines großen Festakts betonte der Minister for Economic Affairs Lyonpo Lekey Dorji die Bedeutung des Tourismus für die Entwicklung Bhutans und bedankte sich bei der Austrian Development Agency (ADA) und den Tourismusschulen Salzburg für das Engagement bei der Errichtung der ersten Tourismusschule in Bhutan.

Berufsbildung fördern

Die Schule entwickelte sich zur wichtigsten Institution in der Tourismusausbildung des Himalaya Königreichs. Mit österreichischem Know-how wird sichergestellt, dass die Professionalität des Tourismus im ganzen Land steigt und künftig mehr BhutanerInnen im Management der Betriebe tätig sind oder eigene Betriebe gründen. Die ADA hat die Schule in den vergangenen Jahren mit über 800.000 Euro gefördert.

Apfelstrudel made in Bhutan

15 SchülerInnen aus Klessheim verliehen dem Festakt eine besondere Note: Gemeinsam mit ihrem Kochlehrer Helmut Möstl servierten sie österreichische Spezialitäten, wie Schnitzel, Apfelstrudel und Sachertorte. „Die Mischung aus der traditionellen bhutanischen Kleidung der Schüler des RITH und den Dirndln und Lederhosen unserer Schüler aus Salzburg haben den Gästen die faszinierende Vielfalt des Tourismus spüren lassen“, berichtet Leonhard Wörndl, Geschäftsführer der Tourismusschulen Salzburg, der die Reise der Schüler begleitet hat.

Viele neue Tourismusjobs

Auch die Wirtschaft des Landes weiß die Ausbildung des RITH zu schätzen. Nach einer aktuellen Erhebung ist es für Absolventen kein Problem, eine Stelle zu finden. Zahlreiche Hotels haben in den vergangenen Jahren eröffnet, viele sind in Bau. „Bhutanische Betriebe und internationale Ketten suchen dringend nach qualifizierten Mitarbeitern und werben um die Abgänger des RITH, die gut ausgebildet sind“, weiß Gabriele Tischler, die für die internationalen Projekte der tourismusschulen Salzburg zuständig ist und das Projekt von Anfang an begleitet hat.