Post 2015: Inklusive & soziale Entwicklung stärken

Internationale und österreichische ExpertInnen diskutierten auf Einladung des Sozialministeriums in Wien wichtige Parameter für die nachhaltigen Entwicklungsziele, die dieses Jahr beschlossen werden.

2015 laufen die Millenniumsentwicklungsziele (MDGs) aus. Die Diskussion über die neue post-2015-Entwicklungsagenda mit globalen Nachhaltigkeitszielen ist voll im Gang. Bei der UN-Generalversammlung im Herbst 2015 werden die neuen Ziele beschlossen. Sie basieren auf der Beseitigung von Armut sowie der Förderung nachhaltiger Entwicklung und umfassen die Dimensionen: Soziales, Umwelt und Wirtschaft. Im Europäischen Jahr für Entwicklung lud das Sozialministerium am 24. April 2015 zu einer Fachtagung in Wien ein. Internationale und österreichische ExpertInnen diskutierten über Beschäftigung, die Stärkung des Sozialschutzes und die Integration von sozial benachteiligten Gruppen im Kontext der sogenannten Nachhaltigen Entwicklungsziele (SDGs).

Politikkohärenz weiter ausbauen

"Die nachhaltigen Entwicklungsziele sind eine gesamtheitliche Herangehensweise zur Beseitigung globaler Armut. Bis 2030 soll politische, wirtschaftliche und soziale Inklusion gestärkt werden", betonte Robert Zeiner, Leiter der Abteilung Programme und Projekte International in der Austrian Development Agency (ADA) bei der Podiumsdiskussion. Das sei nicht einfach, da Armut schon lange als multidimensionales Phänomen verstanden werde. „Einkommen allein ist kein sicherer Schutz vor Armut. Daher hat die post-2015-Entwicklungsagenda auch einen sehr umfangreichen Zielkatalog", so Zeiner. Faire Arbeitsbedingungen für alle und entsprechende Steuer-, Lohn- und Sozialpolitik sind ebenso Teil der Agenda wie die Geschlechtergleichstellung oder auch inklusive Bildung. „Konkret bedeutet das, dass viele Politikbereiche in Zukunft noch stärker zusammenarbeiten und ihre Politiken aufeinander abstimmen müssen, um die Nachhaltigen Entwicklungsziele zu erreichen", betont Zeiner. In allen Zielbereichen hat die Österreichische Entwicklungszusammenarbeit bereits viel eingebracht, so Zeiner bei der Diskussion "Entwicklungspolitik und Sozialschutz" im Sozialministerium.