Sauberes Trinkwasser für Kleinstädte in Uganda

Um die Wasser- und Sanitärversorgung landesweit auszubauen, braucht Uganda externe Unterstützung.

Um die Wasser- und Sanitärversorgung landesweit auszubauen, braucht Uganda externe Unterstützung. Durch umfassende Programmhilfe für den Wassersektor und Beteiligung an einem gemeinsamen Fonds mit anderen Gebern und der ugandischen Regierung unterstützt die Österreich Uganda seit Jahren beim Aufbau nachhaltiger Wasser- und Sanitärversorgung.

Kleinstädtische Versorgungsnetze in Uganda

Was als Pilotprojekt zur Wasser- und Sanitärversorgung kleiner Städte in Südwest-Uganda Mitte der 1990er-Jahre begann, wurde zu einem Schwerpunkt der Arbeit der Austrian Development Agency mit beachtlicher Wirkung.

Mittlerweile unterstützt Österreich landesweit Projekte um den Zugang zu sauberem Wasser und sanitären Einrichtungen flächendeckend zu gewährleisten und ist aufgrund seines Know-hows und langjährigen Erfahrung ein hochgeschätzter Partner sowohl der Regierung als auch zivilgesellschaftlicher Organisationen. Das nutzt auch die Europäische Union. 2012 rief sie ein 30 Millionen Euro Projekt ins Leben, das die ADA in ihrem Auftrag durchführt.

Wasserversorgung neu für Rwenkobwa

"Seit Dezember 2012 haben durch dieses Projekt um die 280.000 UganderInnen sicheren Zugang zu Wasser erhalten, 2017 werden es mehr als 350.000 sein", erklärte Erwin Künzi, interimistischer Leiter des Auslandsbüros der Austrian Development Agency in Kampala, bei der technischen Bauabnahme und Inbetriebnahme der neuen Wasserversorgung in Rwenkobwa, einem sehr schnell wachsenden Städtchen im Südwesten Ugandas, am 14. Mai 2015.

Landesweite Trinkwasserversorgung

Dank des neuen Systems erhalten knapp 9.000 Menschen sicheren Zugang zu sauberem Trinkwasser. In 20 Jahren werden hier 16.000 Menschen leben und sauberes Wasser haben – das Bevölkerungswachstum wurde bei der Dimensionierung des Leitungsnetzes eingeplant. Ebenfalls am 14. Mai 2015 ging die Wasseraufbereitungsanlage in Lyantonde, einer Kleinstadt im Südwesten Ugandas zwischen Masaka und Mbarara, in Betrieb. Sie liefert Trinkwasser für mehr als 20.000 UganderInnen. „Durch österreichische Unterstützung kommen wir dem Ziel einer landesweiten Wasser- und Sanitärversorgung ein großes Stück näher", betonte Fred Muhangi, Bezirksvorsteher in Lyantonde bei der feierlichen Inbetriebnahme der Anlage.