Trinkwasser aus dem Fluss

Das Wasserversorgungsprojekt für die Gemeinden Nisporeni, Varzareşti und Grozeşti in Moldau erfolgreich fertiggestellt.

Das von mehreren Gebern finanzierte Projekt "Wasserversorgungsystem im Bezirk Nisporeni" wurde am 31 Juli 2016 feierlich beendet. Für die BewohnerInnern der drei Gemeinden Nisporeni, Varzareşti und Grozeşti konnten so sehr konkrete Ergebnisse erzielt werden: Vom Fluss Prut abgeschöpftes Wasser wird in hoher Qualität aufbereitet und an derzeit rund 15.000 AbnehmerInnen bis in den Haushalt verteilt. Beim Bau des Systems nach europäischen Standards wurde darauf geachtet, dass in Zukunft auch mehr Bevölkerungsteile versorgt und weitere Ortschaften an das System angeschlossen werden können.

Internationale Mittel

Rund 13 Millionen Euro wurden für das Projekt von internationalen Gebern zu Verfügung gestellt: Die Europäische Union (4,7 Millionen Euro), die Austrian Development Agency (4,4 Millionen Euro) und die Schweizer Entwicklungszusammenarbeit (2,4 Millionen Euro) leisteten Beiträge. Die moldauischen Behörden haben 1,8 Millionen Euro beigesteuert.

101,8 km an Versorgungsnetz und 16,8 km an Übertragungsleitungen vom Fluss Prut wurden gebaut. Mehr als 3.850 Häuser konnten an die Trinkwasserversorgung angeschlossen werden, ebenso wie soziale Einrichtungen, Schulen, Wirtschaftsgebäude und über 1.300 Wohnungen.

Gesundheitsgefährdung gebannt

Bisher waren die Haushalte in den Gemeinden Nisporeni, Varzareşti und Grozeşti auf das Grundwasser in mangelhafter und gesundheitsgefährdender Qualität angewiesen. Sauberes Trinkwasser musste flaschenweise zugekauft werden. Das jetzige Trinkwasser wurde vom öffentlichen Gesundheitsinstitut geprüft und genehmigt.

Durch das Projekt wurde außerdem eine moderne, regionale Beteiligungsgellschaft ins Leben gerufen. Der Betreiber soll nachhaltig das Management der Wasserver- und Entsorgung übernehmen. Das heißt: Wassergebühren einheben und notwendige Wartungs- und Reparaturarbeiten durchführen.