Umweltverbrechen gemeinsam bekämpfen

Natürliche Ressourcen kennen keine Landesgrenzen. Darum ist es wichtig, dass Staaten sich gemeinsam für ihren Schutz einsetzen.

Natürliche Ressourcen kennen keine Landesgrenzen. Darum ist es wichtig, dass Staaten sich gemeinsam für ihren Schutz einsetzen. Im THEMIS Netzwerk arbeiten Albanien, Bosnien-Herzegowina, Montenegro, Mazedonien, Serbien und Kosovo zusammen am nachhaltigen Management ihrer Umweltressourcen. Die regionale Plattform bietet Unterstützung für BeamtInnen aus den Umwelt-, Innen- und Justizministerien sowie VertreterInnen der lokalen Behörden der südosteuropäischen Länder, um sie fit für Umweltrechtsfragen zu machen. Die Austrian Development Agency (ADA), die Agentur der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit, unterstützt das Netzwerk finanziell.

Rechtsrahmen festlegen

Im November 2012 fand in Wien ein Workshop zum Thema Umweltverbrechen statt. Neben der genauen Definition von Umweltverbrechen wurden Methoden der Beweissicherung vorgestellt. Die TeilnehmerInnen erfuhren zudem, welche gesetzlichen Rahmenbedingungen im Verwaltungs- und Strafrecht nötig sind, um häufige Umweltverbrechen, wie im Abfallsektor, wo illegale Deponierung und illegaler Handel große Probleme darstellen, leichter verfolgt werden können. Zur Veranschaulichung zeigten die Workshop-LeiterInnen praktische Beispiele aus Österreich und Kroatien auf.

Das Training stärkte die Abstimmung zwischen den teilnehmenden Ländern sowie zwischen Behörden im gleichen Land. Wenn sie besser zusammenarbeiten, können die Erfolgsraten bei der Vermeidung und Aufklärung von Umweltverbrechen enorm gesteigert werden.

Organisiert wurde das Training vom Regional Environmental Center (REC), wo das Sekretariat von THEMIS angesiedelt ist, in Zusammenarbeit mit dem österreichischen Bundeskriminalamt und dem Umweltbundesamt.