Women for Peace

Bei einer Konferenz in Graz wurde die Rolle von Frauen im Kampf gegen sexuelle Gewalt in Konfliktzonen diskutiert.

Grass- roots Women (lokale Aktivistinnen) leisten einen unverzichtbaren Beitrag im Kampf gegen sexuelle Gewalt in Konflikten“, so die zentrale Botschaft der drei Friedensnobelpreisträgerinnen Rigoberta Menchú Tum, Jody Williams und Leymah Gbowee, die Anfang Juni 2016 in Graz bei der Konferenz „Women for peace“ mitdiskutierten. Die Konferenz wurde unter der Ägide des Ministeriums für Europa, Integration und Äußeres und inhaltlicher sowie finanzieller Mitwirkung der Austrian Development Agency veranstaltet.

Grass-roots Women aus Syrien und dem Irak diskutierten mit RepräsentantInnen der Vereinten Nationen, der EU und internationalen NGOs. Viele junge Menschen aus Schulen und ehrenamtliche MitarbeiterInnen von engagierten zivilgesellschaftlichen Organisationen tauschten sich mit betroffenen Frauen aus und suchten gemeinsam Lösungen für die Verbesserung der Situation von Frauen in Konflikten. Die Notwendigkeit der Einbeziehung von Männer und Burschen als Opfer aber auch Beteiligte an den Lösungen wurde immer wieder betont. Brenda Muturi von Oxfam präsentierte die aktuellen Ergebnisse einer Studie, die auch von der ADA mitfinanziert wurde. Die darin ermittelten gesellschaftlichen, politischen und wirtschaftlichen Kosten, die durch geschlechtsbasierte Gewalt in Konflikten entstehen, erhöhen die Relevanz eines umfassenden Zugangs auf nationaler Ebene und seitens der internationalen Gemeinschaft

Ziel der Konferenz "Women for Peace" war es, Vorschläge für die künftige Strategie der UNO zur Bekämpfung sexueller Gewalt in Konflikten zu entwickeln. In Graz konnte damit ein wichtiges Zeichen für die weitere Arbeit der UNO im Kampf gegen geschlechterbasierte Gewalt in Konflikten gesetzt werden.