Österreich in der Führungsrolle

Österreich übernimmt den Vorsitz der Geberkoordination im Bereich Wasser- und Sanitärversorgung in Uganda.

Im Zuge der diesjährigen Sektorkonferenz des ugandischen Ministeriums für Wasser und Umwelt, übergab die deutsche Botschaft den Vorsitz der Geberkoordination an das Auslandsbüro der Austrian Development Agency (ADA) in Kampala. Damit ist Österreich 2017/2018 der Geberkoordinator im Bereich Wasser- und Sanitärversorgung in Uganda. Die ADA leitet dadurch den Dialog zwischen der Gebergemeinschaft und den ugandischen Partnern. Günter Engelits, Büroleiter des Auslandsbüros der ADA in Kampala, hob in seiner Rede zum offiziellen Abschluss der Sektorkonferenz die gute Zusammenarbeit zwischen den Entwicklungspartnern und der Regierung hervor: "Ich bin zuversichtlich, dass die gute Kooperation des ugandischen Ministeriums und der Geber unter dem österreichischen Vorsitz intensiviert und gestärkt wird. Wir werden die erfolgreiche Zusammenarbeit tatkräftig weiter unterstützen", so Engelits.

Wasser- und Sanitärversorgung in Uganda

In den letzten Jahrzehnten hat sich die Wasser- und Sanitärversorgung in Uganda stark verbessert. Der Zugang zu sauberem Wasser für die städtische und ländliche Bevölkerung liegt bei 70 Prozent. Auch in der Sanitärversorgung und Siedlungshygiene wurden beachtliche Fortschritte gemacht. Mittlerweile haben 80 Prozent der ländlichen Bevölkerung und 86 Prozent der Stadtbevölkerung Zugang zumindest zu einfachen Sanitäreinrichtungen. Ein hohes Bevölkerungswachstum, steigende Urbanisierung und die zunehmende Verschmutzung von Wasserressourcen stellen Uganda aber auch in Zukunft vor große Herausforderungen. Der Sektor Wasser- und Siedlungshygiene ist daher einer der Schwerpunkte der Arbeit der Austrian Development Agency, der Agentur der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit, in Uganda.

Uganda als Partnerland

Österreich ist bereits seit Beginn der 1990er Jahre in Uganda aktiv. Seit 1991 gibt es ein eigenes Büro für Entwicklungszusammenarbeit in der Hauptstadt Kampala. Der Wassersektor bildet von Anfang an einen thematischen Schwerpunkt der Zusammenarbeit Ugandas und Österreichs. In den letzten Jahrzehnten konnte die ADA mit ihren Projekten und Programmen im Sektor Wasser- und Sanitärversorgung - Uganda dabei unterstützen, die Lebensbedingungen von mehr als 2 Millionen Menschen zu verbessern. 2012 wurde die ADA von der Europäischen Kommission beauftragt, die Trinkwasser- und Sanitärversorgung weiter auszubauen. 30,5 Millionen Euro stellte sie dafür zur Verfügung. Bis Projektende werden mehr als 350.000 Menschen Zugang zu sauberem Trinkwasser und zu hygienischen Sanitäreinrichtungen haben.