Uganda: Sauberes Wasser für Flüchtlinge

Aufgrund der prekären Lage im Südsudan suchen viele Vertriebene Zuflucht in Uganda. Die ADA hilft Menschen auf der Flucht Zugang zu sauberem Wasser und sanitären Einrichtungen zu erhalten.

Ende Februar 2017 starteten im Rahmen des EU-Treuhandfonds für Afrika (EUTF) im Nordwesten Ugandas drei Projekte, die kurz- und langfristig die Lebenssituationen von Flüchtlingen und der gastgebenden Bevölkerung verbessern werden. Neben der Austrian Development Agency (ADA) beteiligen sich auch die Belgische Technische Zusammenarbeit und ein Konsortium von NGOs am EU-Vorhaben. Mit 10 Millionen Euro der EU soll die Wasserversorgung, die Abwasserentsorgung aber auch Ausbildung und soziale Dienstleistungen für Menschen auf der Flucht bereitgestellt werden.

Hilfe zur Selbsthilfe

Mit 2,45 Millionen Euro Fördergeld baut die ADA gemeinsam mit dem ugandischen Wasserministerium Wasserleitungssysteme und eine Kläranlage. Trink- und Abwasser für und von rund 70.000 Menschen soll so gemanagt werden. "Mit diesem Beitrag versuchen wir Uganda dabei zu unterstützen von teurer Nothilfe auf nachhaltige Infrastruktur umzusteigen", erklärt Günter Engelits, Leiter des Auslandsbüros der Austrian Development Agency in Kampala. Andere Projektpartner betreuen die Bereiche Ausbildung und soziale Dienstleistungen. Die Menschen, die nach Uganda flüchten mussten, sollen die Möglichkeit haben sich ein eigenes Leben aufbauen zu können. "Das entspricht auch den Wünschen der meisten. Vor allem die jungen Flüchtlinge wollen für sich selbst sorgen können", berichtet Engelits.

Zufluchtsort Uganda

"Die 10 Millionen Euro aus dem EU Treuhandfonds für Afrika werden hier dringend gebraucht!", erklärt Engelits: "Seit vergangenem Sommer fliehen täglich mehrere tausend Menschen aus dem Südsudan nach Uganda; insgesamt beherbergt das ostafrikanische Land inzwischen mehr als eine Million Flüchtlinge". Verschärft wird die Situation durch die aktuelle Dürreperiode: rund die Hälfte der Menschen im Norden Ugandas leidet Hunger. Die Regierung hat reagiert und mit der Ausspeisung für Schulkinder in allen betroffenen Bezirken begonnen.