Vienna Energy Forum 2017

Die nachhaltigen Entwicklungsziele müssen in einem ganzheitlichen Ansatz verfolgt werden.

Von 9. Bis 12. Mai 2017 findet das Vienna Energy Forum statt: Rund 1500 Menschen aus mehr als 100 Ländern werden in der Wiener Hofburg und im Vienna International Centre das Thema: "Nachhaltige Energie für die Umsetzung der Nachhaltigen Entwicklungsziele und des Pariser Klimaabkommens" diskutieren. Der Fokus liegt vor allem auf dem Sustainable Development Goal (SDG) Nummer 7: "Bezahlbare und saubere Energie". Auch heuer finanziert und veranstaltet die Austrian Development Agency (ADA) das Forum mit.

Integrierte Ansätze

"Wir müssen jetzt handeln, um bis 2030 den Zugang zu leistbarer und nachhaltiger Energie zu erreichen. Die Synergien zwischen dem siebten und verwandten nachhaltigen Entwicklungszielen und die Stärken unserer Partner müssen wir nutzen, um den Energiewandel zu ermöglichen", erklärt ADA-Geschäftsführer Martin Ledolter. Aus diesem Grund sollen neben dem Siebten auch weitere Entwicklungsziele beim Wiener Energie Forum integriert diskutiert werden. Die Ziele "Kein Hunger", "Gesundheit und Wohlergehen", "Geschlechtergleichstellung" sowie "Industrie, Innovation und Infrastruktur" sind eng mit dem Energie-Ziel verbunden. Diesem Umstand wird in verschiedenen Side-Events Rechnung getragen. Zwei dieser Side-Events organisiert die ADA mit: Am 10. Mai diskutieren VertreterInnen aus dem Energie- und Entwicklungssektor die Entwicklung von Smart-Cities sowie innovative österreichische Energietechnologien.

Nachhaltige Energie für Entwicklung

Österreichs Engagement für nachhaltige Energie spiegelt sich auch in der Entwicklungszusammenarbeit wider: Die ADA unterstützt Institutionen und Unternehmen in Entwicklungsländern, die Potenziale erneuerbarer Energien zu nutzen und energieeffiziente Lösungen zu entwickeln und umzusetzen. "Seit vielen Jahren helfen wir mit, Menschen in Entwicklungs- und Schwellenländern, die bisher ohne moderne Energiedienstleistungen auskommen mussten, Zugang zu nachhaltigen und ökologischen Energielösungen zu verschaffen", sagt Martin Ledolter. "Wir haben in den letzten Jahren den Aufbau eines globalen Netzwerks von Energiezentren, wie das erst jüngst eröffnete Zentrum auf Tonga in der Pazifikregion, mit rund 10 Millionen Euro mitfinanziert. Nachhaltige Energie und innovative Ansätze sind das Herzstück nachhaltiger Entwicklung und gleichzeitig eine Stärke des österreichischen Privatsektors.", so Ledolter. Im Energie- und Umweltbereich wurden rund 29 Wirtschaftspartnerschaften eingegangen, die auch innovative Ideen im Energiesektor gebracht haben.

Das Vienna Energy Forum

Das Vienna Energy Forum wurde 2008 von der österreichischen Bundesregierung, gemeinsam mit dem International Institute for Applied Systems Analysis (IIASA) und der Organisation der Vereinten Nationen für industrielle Entwicklung (UNIDO), ins Leben gerufen. Ziel des Forums ist, die Bedeutung von Energie in den globalen Entwicklungsherausforderungen zu erforschen und den Aspekt der Nachhaltigkeit hervorzuheben.