Weibliche Genitalverstümmelung stoppen

Die ADA ruft österreichische Nichtregierungsorganisationen auf, Projekte gegen weibliche Genitalverstümmelung umzusetzen.

Mehr als 200 Millionen Frauen und Mädchen zählen weltweit zu den Opfern weiblicher Genitalverstümmelung. Rund 800 Frauen und Mädchen sterben täglich an den Folgen von Geburt und Komplikationen während der Schwangerschaft.

Österreichische Nichtregierungsorganisationen haben jetzt bis 31. Mai 2018 die Möglichkeit, bei der Austrian Development Agency Projektvorschläge einzureichen, um Maßnahmen gegen weibliche Genitalverstümmelung zu setzen und einen besseren Zugang zu qualitativ hochwertigen Gesundheitsdienstleistungen für Frauen zu fördern. Auch Familienplanung kann Thema der Projekte sein.

Mit dem neuen Aufruf zu Projekteinreichungen stellt die ADA aktuell eine Million Euro für Projekte in Ländern des Sahels und des Horns von Afrika zur Verfügung. In diesen Regionen ist die Praxis der weiblichen Genitalverstümmelung sehr weit verbreitet. "Wir erwarten, dass durch die neuen Projekte viele Frauen und Mädchen in verschiedenen afrikanischen Ländern von den Maßnahmen im Bereich reproduktiver Gesundheit und Aufklärung profitieren", betont Martin Ledolter, Geschäftsführer der Austrian Development Agency, der Agentur der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit. "Frauen stärken, ihre Eigenständigkeit fördern und zur Geschlechtergleichstellung beitragen, das sind wichtige Ziele für eine nachhaltige Entwicklung und ein gutes Leben für alle", so Ledolter.