Diese strategische Evaluierung der Privatsektorentwicklung hatte zum Ziel:

  • Die Analyse der aktuellen und abgeschlossenen Programme und Projekte zur Privatsektorentwicklung (PSE) der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit (OEZA) sowie der richtungsweisenden PSE-Dokumente der OEZA (anhand der fünf Evaluierungskriterien). Schlussfolgerungen und Erkenntnisse aus dieser Analyse zu ziehen.
  • Themen zu prüfen, die sich mit PSE überschneiden, wie zum Beispiel die ländliche Entwicklung, Ausbildung und Energie. Also Themen, die für die Entwicklung und Stärkung des Privatsektors wichtig sind. Empfehlungen auszuarbeiten "wie das PSE-Wissen und -Potenzial in diesen Sektoren besser angewendet werden kann".
  • Analyse möglicher Synergien zwischen unterschiedlichen Interessensgruppen, die sich für PSE in Österreich einsetzen, mit besonderem Augenmerk auf der Österreichischen Entwicklungsbank und dem Finanzministerium. Empfehlungen für eine bessere Zusammenarbeit.

Bezüglich der PSE-Rahmenbedingungen stellen die Evaluatoren fest, dass die Privatsektorentwicklung seit der Gründung der Austrian Development Agency (ADA) 2004 ein wichtiges Thema der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit ist. Die 3-Jahres-Programme der österreichischen Entwicklungspolitik heben hervor, dass wirtschaftliche Entwicklung eine Voraussetzung für die langfristige Reduzierung von Armut ist und dass Investitionen, einschließlich ausländischer Direktinvestitionen, wesentliche Mechanismen für die Schaffung von Arbeitsplätzen und Staatseinkünften mittels Steuern sind.

Das Evaluierungsteam kommt zum Schluss, dass die ADA eine unternehmerische Organisation und keine Geberbürokratie ist. Die ADA hat einen Projektansatz entwickelt, der auf Flexibilität, Chancennutzung, Zusammenarbeit mit zuverlässigen, vertrauenswürdigen Durchführungspartnern (vor allem österreichischen NGOs) und einer guten Begleitung der Projekte und Programme basiert. Dies ist eine Stärke, auf der die Österreichische Entwicklungszusammenarbeit bauen kann.

Das Evaluierungsteam empfiehlt:

  • PSE zur strategischen Priorität in der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit zu erklären.
  • Die Kapazitäten innerhalb der Austrian Development Agency in der Privatsektorentwicklung zu stärken.
  • Die Wirtschaftspartnerschaften zu stärken.
  • Das Projektzyklusmanagement zu verbessern.