Der Anteil der öffentlichen Entwicklungshilfeleistungen (ODA) Österreichs steigt seit 2011 und beträgt 2016 1.432 Millionen Euro. Das ist die höchste ODA in absoluten Zahlen seit Beginn der Aufzeichnungen und entspricht 0,41 Prozent des Bruttonationaleinkommens (BNE).

Entwicklung der Österreichischen Gesamt-ODA

Die Steigerung der ODA-Quote 2016 ist auf Ausgaben für die Betreuung von AsylwerberInnen, aber auch auf höhere multilaterale Leistungen zurückzuführen. Ein Großteil der anrechenbaren Flüchtlingskosten geht auf die vermehrten Ankünfte von Menschen auf der Flucht im Jahr 2015 zurück. In den Folgejahren ist mit einem Rückgang dieser Beträge zu rechnen. (Die Kosten für die Grundversorgung jedes/r Asylwerbers/in sind maximal 365 Tage ODA -anrechenbar.)

Mittel für Humanitäre Hilfe, multilaterale Beiträge - etwa an die EU - sind Gründe warum auch nach Abzug der Kosten für Flüchtlingsbetreuung und Entschuldungen die Entwicklungshilfeleistung Österreichs im Vergleich zu 2015 erneut gestiegen ist.


Die Veröffentlichung der endgültigen ODA-Zahlen 2016 durch die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) passiert im Spätherbst 2017.

Auf Basis der statistischen Meldungen publiziert der Entwicklungshilfeausschuss (DAC) der OECD die jährlichen Ergebnisse im internationalen Vergleich: Erste Trends mit vorläufigen Daten werden im Frühjahr über das vergangene Berichtsjahr veröffentlicht. Am Jahresende werden die detaillierten Endergebnisse der öffentlichen Entwicklungshilfeleistungen der einzelnen Staaten in der OECD Datenbank und im Entwicklungszusammenarbeitsbericht publiziert.