Land Tirol

Das Land Tirol unterstützt Projekte, die zur Verbesserung der wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Lage besonders benachteiligter Menschen in den Partnerländern beitragen. Grundziele sind die Bekämpfung absoluter Armut, die Verbesserung der Bildungsinfrastrukturen und der medizinischen Versorgung, die Sicherung des Friedens und einer verantwortlichen Regierungsführung, der Schutz der Umwelt, die Förderung einer globalen, gerechten und nachhaltigen Wirtschaftsentwicklung sowie die Schaffung von Einkommensmöglichkeiten als Hilfe zur Selbsthilfe. Da in den Ländern des Südens Frauen den Anknüpfungspunkt für nachhaltige Reformen darstellen, ist Empowerment von Frauen ein weiteres wichtiges Ziel der Tiroler Entwicklungszusammenarbeit. Ein zweiter Schwerpunkt ist die entwicklungspolitische Bildungsarbeit. Tirol fördert hierzu Projekte von Nichtregierungsorganisationen und veranstaltet darüber hinaus mit unterschiedlichen Kooperationspartnern jährlich einen „Tiroler Entwicklungstag" zu aktuellen entwicklungspolitischen Fragestellungen.

Land Wien

Wien unterstützt Nichtregierungsorganisationen bei der Durchführung von Entwicklungsprojekten in Afrika, Asien und Osteuropa. Inhaltlich orientieren sich die Projekte an den 17 Zielen der Vereinten Nationen für Nachhaltige Entwicklung. Die Förderschwerpunkte liegen in den Bereichen Bildung, Gesundheit und Geschlechtergleichstellung. Neben den Projektförderungen im Bereich der Entwicklungszusammenarbeit erfolgen im Rahmen der Humanitären Hilfe Sachgüterspenden für Partnerorganisationen in Osteuropa. Zudem findet jährlich im Wiener Rathaus die "Entwicklungspolitische Fachtagung" statt, die sich gleichermaßen an ExpertInnen und die Wiener Bevölkerung richtet. Im Anlassfall leistet die Stadt Wien auch internationale Katastrophenhilfe. Seit 2002 ist die Magistratsdirektion - Geschäftsbereich Europa und Internationales (MD-EUI) für die Entwicklungszusammenarbeit und Humanitäre Hilfe der Stadt Wien verantwortlich.

Land Steiermark

Die steirische Entwicklungszusammenarbeit unterstützt seit dem Jahr 1981 steirische Gruppen, die persönliche Kontakte zu Gruppen im Entwicklungsland unterhalten. Gemeinsam werden nach den Prinzipien Partnerschaft, Nachhaltigkeit und Hilfe zur Selbsthilfe Projekte abgewickelt. Die Auswahl der Projekte erfolgt nach qualitativen Kriterien auf Empfehlung des Beirates für Entwicklungszusammenarbeit, wobei es keine territorialen Einschränkungen gibt. Die steirische Entwicklungszusammenarbeit sieht ihre Aufgabe darin, die Vielzahl und Vielfalt der im EZA-Bereich tätigen Gruppen zu erhalten, sie zu vernetzen und in ihrer meist ehrenamtlichen Arbeit zu unterstützen. Jährlich stehen rund 350.000 Euro für die Unterstützung steirischer Projekte in der Entwicklungszusammenarbeit und entwicklungspolitische Bewusstseinsbildung in der Steiermark zur Verfügung. Damit können etwa vierzig Projekte im Gesamtvolumen von mehr als einer Million Euro realisiert werden.

Land Vorarlberg

Das wesentliche Prinzip der Entwicklungszusammenarbeit des Landes Vorarlberg ist "Hilfe zur Selbsthilfe". Das beinhaltet insbesondere die Wahrung der kulturellen und ökonomischen Selbstbestimmung der Zielgruppen. Vorarlberger Akteure werden vernetzt und unterstützt. Die Grundsätze des Global Marshall Plans mit den Millenniums-Entwicklungszielen (MDGs) und die Grundsätze der Nachhaltigen Entwicklungsziele (SDGs) fließen in die Projektarbeit ein. Der Landtag Vorarlberg stellte erstmals 1960 Mittel für Entwicklungszusammenarbeit zur Verfügung. Mit Landesmitteln werden Projekte in Entwicklungsländern und seit 1990 auch in osteuropäischen Ländern unterstützt. Grundsätzlich sollen die geförderten Projekte die grundlegenden menschlichen Bedürfnisse – wie Nahrung, Wohnen und Bildung -  befriedigen.

Land Niederösterreich

Das Land Niederösterreich stärkt durch entwicklungspolitische Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit, durch die Förderung des Fairen Handels, durch Unterstützung von Projektpartnerschaften und durch Förderungen von Nichtregierungsorganisationen bei der Durchführung von Entwicklungszusammenarbeitsprojekten sowie im Anlassfall bei Projekten der internationalen Katastrophenhilfe die Millenniums-Entwicklungsziele und die Ziele der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit.

Seit dem Beitritt Niederösterreichs zum Klimabündnis 1993 und dem Bodenbündnis 2003 engagiert sich Niederösterreich für die Anliegen der indigenen Partner am Oberen Rio Negro sowie für die Projektpartner im Senegal. Parallel dazu unterstützt das Land die Gemeinden bei der Umsetzung der mit der Partnerschaft verbundenen Aufgaben.

Seit 2002 stehen die Förderung des Fairen Handels und die Markteinführung fair gehandelter Produkte in NÖ Gemeinden und Unternehmen im Zentrum der entwicklungspolitischen Aktivitäten des Landes Niederösterreich, seit 2007 verfolgt das Land Niederösterreich die entwicklungspolitischen Ziele des Global Marshall Planes. Im NÖ Klimaprogramm sind in dem Handlungsfeld "Globale Verantwortung" viele Maßnahmen unter dem Aspekt des Klimaschutzes und der Nachhaltigkeit explizit benannt.

Land Burgenland

Das Land Burgenland beteiligt sich laufend bzw. auch zukünftig an Entwicklungshilfemaßnahmen. Voraussetzungen dafür sind weiterhin grundsätzliche entsprechende Beschlüsse  der entsprechenden Gremien, wie z. B. der Landeshauptmänner und der Landesamtsdirektoren. Schwerpunkte in den letzten Jahren waren die Beteiligungen bei der Hilfe im Zuge der Hochwasserkatastrophe in Bosnien/Herzegowina oder Projekte in Burkino  Faso. Weiters werden verschiedene landwirtschaftliche Projekte bzw. Hilfsprojekte (wie zum Beispiel in Mozambique oder im Kongo) unterstützt. Daneben gibt es auch Maßnahmen Burgenländischer Schulen mit Entwicklungsländer.

Land Oberösterreich

Seit über 40 Jahren engagiert sich das Land Oberösterreich für Entwicklungs­zusammenarbeit mit dem Ziel die Lebensverhältnisse der Menschen vor Ort zu verbessern und gleichzeitig ein Bewusstsein in der oberösterreichischen Bevölkerung für dieses Anliegen zu schaffen. Die oberösterreichische Entwicklungszusammenarbeit unterstützt dabei jährlich 100 Projekte oberösterreichischer Organisationen, Vereine und Entwicklungshelfer. Mit der Aktion Fair Play werden innovative Ideen an oberösterreichischen Schulen unterstützt. Das Land Oberösterreich lädt jährlich ein- bis zweimal zum Entwicklungspolitischen Dialog ein, um Arbeiten und Projekte einer breiten Öffentlichkeit zu präsentieren. Gemeinsam mit der Diözese Linz vergibt das Land außerdem alle zwei Jahre den Eduard-Ploier-Preis für Entwicklungszusammenarbeit und den Eduard-Ploier-Journalistenpreis.

Land Salzburg

Wichtige Ziele der Salzburger Entwicklungszusammenarbeit sind die Förderung der Zivilgesellschaft in Hinblick auf eine demokratische, ökologische und konfliktvermindernde Entwicklung und regionale Zusammenarbeit im wirtschaftlichen und sozialen Bereich. Schwerpunkte der Entwicklungs­zusammenarbeit Salzburgs sind die Region San Vicente in El Salvador und Singida in Tansania, wofür in Abstimmung mit Partnerorganisationen in den jeweiligen Ländern je 20 Prozent der gesamten für die EZA im Landeshaushalt ausgewiesenen Mittel reserviert sind. Weitere 20 Prozent Gesamtmittel fließen die Bildungs- und Informationsarbeit im Inland. Ebenso über Empfehlung des Entwicklungspolitischen Beirats wurde vom Salzburger Landtag die aktive Unterstützung des Klimabündnisses, der Global Marshall Plan Initiative, der Millenniums-Entwicklungsziele und des fairen Handels beschlossen.

Land Kärnten

Das Land Kärnten legt Wert darauf, dass die geförderten Entwicklungs­zusammenarbeitsprojekte Bezug zu Kärnten haben und Bewusstseinsbildung vor Ort in Kärnten fördern. Außerdem sollen die Projekte "Hilfe zur Selbsthilfe" sein und auf die besondere Situation von Frauen und Jugendlichen eingehen. 1991 entschloss sich der Kärntner Landtag dazu einen Entwicklungspolitischen Beirat (EPB) einzurichten. Dieser berät seit 1993 zweimal jährlich über Projekte zur Förderung der Entwicklungszusammenarbeit aus Landesmitteln.

 

Gemeindebund

Österreichs Gemeinden pflegen grenzüberschreitende Partnerschaften, um Partnergemeinden aus anderen Staaten mit gleichgelagerten Interessen besser kennen zu lernen und Erfahrungen auszutauschen. Eine Tradition, die in Österreich bereits seit Jahrzehnten besteht. Seit 1989 werden Gemeinde- und Städtepartnerschaften auch von der Europäischen Union gefördert. Die meisten Partnerschaften werden mit Gemeinden innerhalb der EU/Europa geschlossen. Mehrere hundert österreichische Gemeinden pflegen inzwischen eine Partnerschaft mit Kommunen in anderen Ländern.

Österreichischer Städtebund

Die Pflege internationaler Kontakte und Netzwerke sind für die österreichischen Städte traditionell ein fixer Bestandteil ihrer politischen Arbeit. Im Rahmen von Städtepartnerschaften und Kooperationsabkommen gibt es einen intensiven kommunalen Austausch auch mit Städten in den Partnerländern der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit. Darüber hinaus ist aber auch der Österreichische Städtebund seit über 25 Jahren aktiver Betreiber von Projekten zur Stärkung der Governance lokaler Gebietskörperschaften speziell in den jungen Demokratien Europas. So wurden in der Vergangenheit mit den Knowhow-Transfercenter des Städtebunds (KTC) oder dem Projekt Local Goverment Netwerk (LOGON) zahlreiche Maßnahmen zur Stärkung der Governance in Ost- und Südosteuropa umgesetzt. Aktuell wird vom Österreichischen Städtebund in enger Kooperation mit der ADA und dem "KDZ - Zentrum für Verwaltungsforschung" das Programm BACID zur Weiterentwicklung der lokalen Verwaltung in den Ländern des Donauraums und des Westbalkans durchgeführt.