Eine starke, lebendige und funktionierende Zivilgesellschaft ist ein Gradmesser für Entwicklung. Aus diesem Grund ist die Zusammenarbeit mit Organisationen der Zivilgesellschaft (CSOs - Civil Society Organisations) ein wesentlicher Bestandteil nachhaltiger Entwicklungszusammenarbeit und Entwicklungspolitik. Weltweit engagieren sich zivilgesellschaftliche AkteurInnen in unterschiedlichen Problemfeldern: Aufgrund schwacher staatlicher Strukturen leisten sie oft einen Beitrag zur sozialen Grundversorgung. Sie regen gesellschaftspolitische Teilhabe und Diskussionsprozesse an, übernehmen Kontrollfunktionen und fordern Menschenrechte und Rechtsstaatlichkeit ein. Mit ihrem Know-how und ihrer Erfahrung setzen CSOs die Mittel der Geber dort ein, wo sie am meisten gebraucht werden.

Die Austrian Development Agency kofinanziert Projekte und Programme von zivilgesellschaftlichen Organisationen mit verschiedenen Förderinstrumenten. Antragstellende Organisationen müssen ihren Sitz in Österreich haben, in der Zivilgesellschaft verankert sein und mit einer Partnerorganisation in Entwicklungsländern kooperieren. Die Projekte und Programme basieren auf Eigeninitiative der CSOs und orientieren sich an den konkreten Bedürfnissen der Zielgruppen vor Ort. Der Anteil der einzubringenden Eigenmittel der CSOs variiert nach Förderinstrument und Land, in dem das Vorhaben durchgeführt wird.

Förderschwerpunkte sind direkte Armutsbekämpfung, Aufbau von Selbsthilfekapazitäten und Stärkung lokaler Institutionen. Die Themenbandbreite ist vielfältig und umfasst vorrangig ländliche Entwicklung, Ernährungssicherung, Wasser-/Siedlungshygiene, Bildung/Ausbildung, Menschenrechte und Friedenssicherung, Katastrophenprävention sowie Umwelt und Klimawandel.

Auch die österreichischen Bundesländer treten – wie einige Gemeinden - als Geber öffentlicher Entwicklungshilfeleistungen.

Kofinanzierungen sind in folgenden Ländern zum maximalen Fördersatz möglich:

Im Süden:

Im Osten: