Rahmenprogramm CARE Österreich (2016-2018)

In sehr vielen Regionen dieser Welt werden Frauen und Mädchen vielschichtig diskriminiert und benachteiligt. CARE trägt mit dem Rahmenprogramm "Learning for Change: Strengthening women’s voices in East Africa" zur Geschlechtergerechtigkeit und Selbstbestimmung von Frauen und Mädchen in Äthiopien, Ruanda und Uganda bei. Das Programm stärkt 32 zivilgesellschaftliche Organisationen und Regierungsstellen und befähigt diese, Gleichstellung von Männern und Frauen in ihren eigenen Programmen zur Armutsbekämpfung erfolgreich zu verankern und zu fördern. Der Fokus liegt dabei auf Trainings von MitarbeiterInnen der Institutionen in ausgewählten Gender-Thematiken. Dadurch soll die Änderung von sozialen Normen, auch unter Einbeziehung von Männern und Buben, sowie die Stärkung von Frauen in gesellschaftlichen Funktionen und auf individueller Ebene erreicht werden. Zusätzlich werden durch anwaltschaftliche Arbeit die Rechte von Frauen und Mädchen eingefordert und Rahmenbedingungen für Geschlechtergerechtigkeit positiv beeinflusst. Länderübergreifend kommt dem Wissens- und Erfahrungsaustausch besondere Bedeutung zu. Von den geplanten Maßnahmen werden rund 644.000 Menschen profitieren.

Rahmenprogramm Caritas Österreich (2013-2016)

Ziel des laufenden Rahmenprogrammes der Caritas Österreich ist die Verbesserung der Ernährungssicherheit von rund 4.000 ländlichen Haushalten in Äthiopien, Burkina Faso, der Demokratischen Republik Kongo und Senegal. Um Ernteerträge zu steigern werden Trainings über nachhaltige Landwirtschaftsmethoden angeboten und der Zugang zu landwirtschaftlichen Geräten, Saatgut sowie ökologischem Dünger sichergestellt. Fachliche Beratung erleichtert den Zugang zu regionalen Märkten und die Haushalte werden befähigt, durch den Verkauf ihrer Produkte Einkommen zu erzielen.

Für einen besseren Ressourcenschutz sind Wiederaufforstungsmaßnahmen und die Verwendung von energiesparenden Kochstellen vorgesehen. Advocacy-Maßnahmen und der Dialog mit Regierungsbehörden wird laufend geführt, um die Bedeutung des Ressourcenschutzes, den Zugang zu Land für Kleinbauern und - bäuerinnen und die Verschmutzung der Umwelt durch Minengesellschaften zu thematisieren. Der Programmansatz verfolgt das Ziel des Erfahrungsaustausches und gegenseitigen Lernens unter den Partnerorganisationen.

Rahmenprogramm Diakonie Auslandshilfe (2014-2016)

Das Rahmenprogramm der Diakonie Austria zielt darauf ab, einen Beitrag zur Durchsetzung des Rechts auf Bildung für Menschen mit Behinderung in Palästina und Simbabwe zu leisten. Das Programm soll ca. 1.450 Kindern und Jugendlichen mit Behinderung Zugang zum Bildungssystem ermöglichen. Die Aktivitäten umfassen eine verstärkte Interaktion zwischen Kindern und Jugendlichen mit Behinderung und ihren AltersgenossInnen, die Setzung von Maßnahmen, um Schulen behindertengerechter zu gestalten sowie die Schaffung eines öffentlichen Bewusstseins über veränderte soziale Strukturen im Bildungsumfeld. Darüber hinaus soll ein höheres Selbstwertgefühl von Menschen mit Behinderung erzielt und Trainings im Bereich der Berufsbildung durchgeführt werden.

Zur Stärkung der lokalen Partnerorganisationen in Simbabwe und Palästina sind Vernetzungsaktivitäten sowie Wissens - und Erfahrungsaustausch vorgesehen. Advocacy-Maßnahmen und ein Politikdialog sollen die Öffentlichkeit für die Rechte von Menschen mit Behinderungen sensibilisieren.

Rahmenprogramm HORIZONT3000 (2016-2018)

Die inhaltliche Zielsetzung des Rahmenprogramms von HORIZONT3000 ist die nachweisliche Verbesserung der Lebensbedingungen und die Stärkung der Rechte benachteiligter Menschen in Afrika und Zentralamerika.

Die Aktivitäten in den Zielregionen umfassen folgende Sektoren/Bereiche:

  • Ländliche Entwicklung/Management natürlicher Ressourcen: In diesem Sektor liegt ein besonderer Fokus auf Wasser, Energie und Ernährungssicherheit.
  • Menschenrechte und Zivilgesellschaft: Besonderes Augenmerk liegt hier auf der Stärkung der Befähigung lokaler Partnerorganisationen zum Politikdialog.
  • Wissensmanagement und Organisationsentwicklung: In diesem Bereich liegt der Fokus auf Kapazitätsaufbau von lokalen Partnerorganisationen, anderen von der ADA geförderten Organisationen der Zivilgesellschaft und weiteren Kooperationspartnern.

Die Projekte werden in 10 Ländern in Mittelamerika und Afrika (Nicaragua, Guatemala, El Salvador, Uganda, Kenia, Tansania, Äthiopien, Senegal, Mosambik und Südsudan) durchgeführt. Die konkreten Aktivitäten zur Armutsreduzierung kommen rund 385.000 Menschen in den Projektgebieten zugute. Durch den Kapazitätsaufbau der Partnerorganisationen soll deren Einfluss auf den „Agenda-Setting Prozess“ der lokalen Regierungen steigen und den Bedürfnissen marginalisierter Bevölkerungsgruppen nachgekommen werden.

Rahmenprogramm ICEP (2015-2017)

Rund 60 % der Bevölkerung Ugandas und Kenias sind unter 24 Jahre alt.  Zwar gibt es eine flächendeckende Grundschulausbildung, es bestehen jedoch starke Defizite im Bereich der weiterführenden Schulausbildung, bzw. von Berufsausbildungsmöglichkeiten. Besonders Jugendliche aus armen Verhältnissen, haben aufgrund mangelnder technischer, sowie unternehmerischer Kenntnisse und eines Mangels an sogenannten Life Skills erschwerten Zugang zum Arbeitsmarkt. Das Rahmenprogramm von ICEP wirkt dem durch Know-how Transfer zwischen Berufsbildungszentren und  NGOs entgegen.

Ziel ist das Berufsbildungspotenzial von 8 technischen Berufsbildungszentren, die von 5 Ausbildungsorganisationen in  Kenia und Uganda betrieben werden, durch Verbesserung der didaktischen Kompetenzen, durch verstärkte Orientierung der Ausbildung an der vorherrschenden Marktnachfrage sowie durch die Unterstützung der Partner bei der Zusammenarbeit mit dem öffentlichen und privaten Sektor  zu steigern.

Indirekt wird das Programm 100 Trainer, LehrerInnen und Verwalter der Berufsbildungszentren, 3.100 Jugendliche, die dort ausgebildet werden, 1.100 Kleinstunternehmer als auch ca. 25.200 Familienmitglieder der genannten Begünstigten erreichen. Die ausgebildeten Jugendlichen sollen durch Anstellung oder Selbstständigkeit in den Arbeitsmarkt integriert werden und ein adäquates Einkommen erwirtschaften können. Um dieses Resultat zu erreichen bietet das Programm technische und unternehmerische Ausbildung, sowie die Verlinkung mit dem Privatsektor an.

Rahmenprogramm Jugend Eine Welt (2016-2018)

"Äthiopien: 13 Monate Sonnenenergie" ist ein Entwicklungsprogramm zur Förderung erneuerbarer Energien und zum Aufbau von nachhaltigen Kursen für SolartechnikerInnen in Äthiopien. Mit einem weitreichenden Ausbildungsprogramm an Berufsschulen, gezielten Trainings von Lehrkräften und SchülerInnen sowie der Errichtung von Musteranlagen wird der Nutzung und dem Ausbau von erneuerbarer Energie Rechnung getragen und das Ausbildungsprogramm nachhaltig in den Berufsschulen verankert. Gemeinsam mit Don Bosco Partnern fördert Jugend Eine Welt das Interesse der lokalen Bevölkerung für Umweltthemen und das Wissen über nachhaltige und saubere Energien. Insgesamt profitieren rund 200 Elektrotechnik-LehrerInnen und über 5000 SchülerInnen in den Regionen Gambela, Addis, Dilla und Adwa.                                                               

Die Einbindung in lokale, nationale, regionale, afrikaweite und globale Energie Entwicklungsprogramme sowie die Kooperation mit Regierungsstellen soll eine größtmögliche Nachhaltigkeit des Programms sicherstellen.

Rahmenprogramm Öko Himal (2016-2018)

Öko Himal setzt Aktivitäten zur Verbesserung von Gesundheitsversorgung, Bildungszugang und Resilienz der Bevölkerung in entlegenen Berggemeinden Ost- und Westnepals. Im Rahmen des Programms erhalten DorfbewohnerInnen Zugang zu primärer Gesundheitsversorgung sowie Familienplanung und prä- und postnataler Versorgung. Zudem werden die BewohnerInnen zu Fragen rund um Gesundheit und Hygiene geschult und es wird eine Basisinfrastruktur für Trinkwasser- und Sanitäres geschaffen. Das Projekt umfasst auch Alphabetisierungskurse für Frauen, die Einrichtung von Lernzentren für Jugendliche sowie Aktivitäten zur Verbesserung der Ernährungssicherheit und zum Aufbau von Wissen über Katastrophenvorsorge- und Management. Um die Betroffenen so weit wie möglich zu ermächtigen, aktiv für ihre Gesundheits- und Bildungsrechte einzutreten, kommt der Gründung bzw. Stärkung lokaler zivilgesellschaftlicher Organisationen besondere Bedeutung zu.

In Folge soll auf lokaler und nationaler Ebene ein Politikdialog entstehen und gesetzliche Rahmenbedingungen im Bereich Gesundheit und Bildung positiv beeinflusst werden. Insgesamt profitieren rund 10.000 DorfbewohnerInnen in Ostnepal und rund 17.000 DorfbewohnerInnen in Westnepal, unter besonderer Berücksichtigung von Frauen sowie benachteiligten und armen Bevölkerungsgruppen, von dem Programm.

Rahmenprogramm Österreichisches  Rotes Kreuz (12/2015-11/2018)

Der südliche Kaukasus ist eine von vielfältigen Krisen und Naturkatastrophen betroffene Region. Verheerende Erdbeben, Überschwemmungen, Hitzewellen und lange Trockenperioden bedrohen zunehmend die Lebensgrundlagen der Menschen und behindern die nachhaltige Entwicklung vieler Gebiete. Ziel des Rahmenprogramms mit dem Österreichischen Roten Kreuz ist es, die Resilienz von 32 ländlichen und städtischen Gemeinden in Armenien, Georgien und Aserbaidschan gegenüber Katastrophen und Krisensituationen zu steigern und damit langfristig dazu beizutragen, die Lebensbedingungen der ansässigen Bevölkerung zu verbessern. Das passiert durch Risikoanalysen und Notfallplanung gemeinsam mit der ansässigen Bevölkerung und der Gemeindeverwaltung. Freiwillige Katastrophenhelfer werden geschult, Familien-Notfallpläne ausgearbeitet, die Bevölkerung über Gefahren und spezifische Risiken informiert, sowie kleine Infrastrukturprojekte zur Risikominderung – wie etwa die Aufforstung von gefährdeten Hängen oder sensiblen Uferbereichen - durchgeführt.

Neben Aktivitäten zur Bewusstseinsbildung in der Bevölkerung und zum Know-how-Transfer finden auch Koordination und Austausch in nationalen Katastrophenschutzplattformen sowie Ausbildungsaktivitäten von Freiwilligen und hauptberuflichen Mitarbeiterinnen zur Unterstützung der Vorsorgemaßnahmen in den Gemeinden statt.

Durch die verbesserte Kommunikation und Zusammenarbeit zwischen Gemeinden, Behörden, Institutionen, Privatfirmen, zivilgesellschaftlichen Organisationen und der Bevölkerung wird gegenseitiges Vertrauen gestärkt und entstehen nachhaltige Partnerschaften.

Von dem Programm profitieren langfristig in den drei Projektländern vier Regionen mit einer Gesamtbevölkerung von rund 670.000 Menschen durch den verbesserten Katastrophenschutz.

Rahmenprogramm SOS-Kinderdorf (2016-2018)

Ziel des Rahmenprogramms von SOS-Kinderdorf ist die Sicherstellung von Schutz sowie nachhaltige und gendersensible Betreuung von besonders armutsgefährdeten Kindern in Uganda und Äthiopien durch die Stärkung der Kapazitäten der lokalen Partnerorganisationen und von „Community Based Organisations“ (CBOs). SOS Kinderdorf setzt sich für die Sicherung der Rechte von Waisenkindern und anderen besonders (armuts-)gefährdeten Kindern ein und ermöglicht es ihnen, in einem liebevollen, familiären Umfeld aufzuwachsen, das durch starke, soziale Netzwerke gestützt wird.

Die Aktivitäten umfassen Kapazitätsaufbau von Partnerorganisationen und CBOs in den Bereichen Organisationsentwicklung, Wissensaustausch und -management, Qualitätssicherung und der Mobilisierung von lokalen Ressourcen sowie den Aus- und Aufbau von Systemen zum Schutz und zur Betreuung von (Waisen-)Kindern. Des Weiteren wird ein Gender Mainstreaming Prozess mit den Partnerorganisationen und den lokalen CBOs gestartet und es werden bewusstseinsbildende Aktivitäten in den Gemeinden hinsichtlich gerechter Geschlechterverhältnisse, Gewalt gegen Kinder und genderbasierte Gewalt durchgeführt.

4.400 Kinder und 1.800 Familien, Eltern und Betreuungspersonen in Uganda und Äthiopien werden direkt durch das Programm begünstigt. Zu Ende des Programms soll es gestärkte soziale Unterstützungssysteme und Netzwerke für Waisenkinder und andere besonders armutsgefährdete Kinder geben, die sich nachhaltig für die Umsetzung der Rechte und das Wohl der Kinder einsetzen.

Rahmenprogramm Volkshilfe Solidarität (2014-2016)

Ausbildung und Beschäftigung stehen im Zentrum des Volkshilfe Rahmenprogramms SEED (Support of educational and employment development in Albania, Kosovo and Serbia).

SEED leistet einen Beitrag zur Gleichstellung der Geschlechter und sorgt für einen verbesserten Arbeitsmarktzugang in ländlichen Regionen Albaniens, Serbiens und Kosovo.

Um Jugendliche und Frauen für den Arbeitsmarkt besser zu qualifizieren, bietet SEED Trainings und Berufsausbildungskurse in den Bereichen Soziale Dienste und Tourismus sowie Anbau und Vermarktung lokaler biologischer Produkte. Weitere Aktivitäten wie einkommensschaffende Maßnahmen, die Unterstützung von Arbeitssuchenden sowie Hilfe bei  Unternehmensgründungen durch Beratung und Kooperationen mit Wirtschaftsunternehmen runden das Programm ab. Zusätzlich fördert die Volkshilfe die Professionalisierung von dringend benötigten mobilen Pflegediensten am Westbalkan. Der Ausbau der Beschäftigungsfähigkeit sowie die daraus resultierende Ermächtigung der Zielgruppe sollen zu Armutsminderung und wirtschaftlicher Entwicklung in den ausgewählten Gebieten beitragen.

Länderübergreifender Know-How Transfer und systematisiertes Wissensmanagement ermöglichen Erfahrungsaustausch, Netzwerkarbeit Synergien und ein voneinander Lernen. Dabei kommen Peer-to-Peer Gruppen und zielgerichtete Workshops zum Einsatz. Durch die Stärkung der lokalen Partnerorganisationen und die Zusammenarbeit mit lokalen Behörden und anderen relevanten Stakeholdern wird die Nachhaltigkeit des Projektes sichergestellt. Gezielte anwaltschaftliche Aktivitäten treiben Gender Mainstreaming voran und sensibilisieren Öffentlichkeit und EntscheidungsträgerInnen für dieses Thema.