
- © by: EC/ECHO/Francois Goemans
Humanitäre Hilfe
Bewaffnete Konflikte, Naturkatastrophen oder technologische Katastrophen können innerhalb kurzer Zeit humanitäre Krisen auslösen und das Leben von tausenden Menschen gefährden. Gerade im Krisenfall reichen die Kapazitäten von staatlichen Akteuren und lokaler Zivilgesellschaft meist nicht aus, das Überleben der betroffenen Menschen zu sichern. Hier ist internationale Solidarität gefragt: Länder, die genügend Ressourcen haben, können dazu aufgerufen werden unterstützend einzugreifen.
Österreich hat in der Vergangenheit immer wieder Solidarität mit Menschen gezeigt, die von humanitären Krisen betroffen waren. Große Spendenaktionen gab es etwa für die Bevölkerung am Balkan nach dem Jugoslawien-Krieg oder die Tsunami-Opfer in Südostasien. Aber auch Österreich als Staat hilft und leistet über die Österreichische Entwicklungszusammenarbeit (OEZA) humanitäre Hilfe. Sowohl bei lang andauernden Krisen als auch bei akuten Katastrophen setzt Österreich Maßnahmen, um das Leben von Menschen zu schützen. Leicht verwundbare Bevölkerungsgruppen wie Frauen, Kinder, Kranke, Menschen mit Behinderungen, Flüchtlinge, Vertriebene und Obdachlose werden dabei besonders berücksichtigt.
Katastrophen vermeiden
Damit es jedoch erst gar nicht zu Katastrophen kommt, setzt die Österreichische Entwicklungszusammenarbeit auf Präventionsmaßnahmen. Durch aktives Eingreifen sollen bestehende Risikofaktoren vermindert und die negativen Auswirkungen eines Katastrophenfalls gering gehalten werden. Frühwarnsysteme und bauliche Maßnahmen gegen Naturkatastrophen, aber auch Maßnahmen zur Armutsminderung und Demokratisierung zählen als Präventivmaßnahmen.
Soforthilfe im Katastrophenfall
Unmittelbar während und nach dem Eintreten einer humanitären Krise zielen humanitäre Sofortmaßnahmen darauf ab, das Leben der betroffenen Menschen zu schützen und ihre Not zu lindern. Dies geschieht etwa durch die Grundversorgung mit Trinkwasser und Nahrungsmitteln, das Bereitstellen von Unterkünften und medizinischer Versorgung sowie den Schutz und die Betreuung von Flüchtlingen und Obdachlosen.
Rückkehr in den Alltag
Maßnahmen des Wiederaufbaus und der Rehabilitation sollen Menschen nach humanitären Krisen eine rasche Rückkehr zu menschenwürdigen Lebensbedingungen ermöglichen. Nach Naturkatastrophen wie dem Hurrikan Felix 2007 in Nicaragua oder dem Erdbeben in Pakistan half Österreich beim Wiederaufbau der zerstörten Häuser, Wasser- und Stromleitungen.
Nationale und internationale Zusammenarbeit
Bei der Vermeidung und Bewältigung humanitärer Krisen arbeitet die OEZA eng mit humanitären Hilfsorganisationen zusammen. Österreich stellt sowohl internationalen als auch österreichischen Organisationen Mittel zur Durchführung entsprechender Programme und Projekte zur Verfügung. Die geförderten Programme und Projekte werden mit der internationalen Gebergemeinschaft abgestimmt.


