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Multilaterale EZA
Die wirtschaftliche Globalisierung und die sicherheitspolitischen Herausforderungen verlangen nach globalen Lösungen und haben einen Wandel in der internationalen Entwicklungspolitik bewirkt: Die Entwicklungsländer werden verstärkt in die Weltwirtschaft eingebunden. Die Koordination der Entwicklungspolitik im Rahmen von internationalen Organisationen und Institutionen nimmt einen immer größeren Stellenwert ein.
International gemeinsam mehr zusammenbringen
Die multilaterale Entwicklungszusammenarbeit spielt auch im Gesamtkonzept der österreichischen Entwicklungspolitik eine wesentliche Rolle. Österreich unterstützt multilaterale Organisationen durch direkte Beiträge, konkrete Programme sowie durch die Umsetzung gemeinsamer Projekte.
Im Rahmen der Vereinten Nationen (VN) verabschiedete Österreich etwa gemeinsam mit den anderen Mitgliedsstaaten den strategischen Plan 2008-2011, der Ziele wie Capacity Building, Wirksamkeit der Hilfe und Gleichberechtigung der Geschlechter enthält. Die Bekämpfung von Polio, die Einschränkung der Genitalverstümmelung bei Frauen in Burkina Faso sowie die Unterstützung irakischer Kinderflüchtlinge in Syrien waren die Schwerpunkte der von Österreich geförderten Projekte des Kinderhilfswerks der Vereinten Nationen (UNICEF). Und über den Entwicklungsfonds der VN für die Frau (UNIFEM) finanzierte Österreich eine Studie zur Weiterverfolgung der Umsetzung der Resolution 1325 (2000) des VN-Sicherheitsrates.
Für eine Welt
Neben der Mitarbeit in verschiedenen Gremien der Vereinten Nationen, der Weltbankgruppe und der OECD ist die Österreichische Entwicklungszusammenarbeit in Gremien der EU vertreten, deren Arbeitschwerpunkte für sie thematisch relevant sind.
Auch die Abstimmung von humanitären Hilfsprogrammen fällt in den Bereich der multilateralen Entwicklungszusammenarbeit. Österreich arbeitet auf diesem Gebiet eng mit dem Amt für die Koordinierung humanitärer Angelegenheiten (OCHA), dem Amt des Hohen Flüchtlingskommissars der VN (UNHCR), dem Internationalen Roten Kreuz, dem Hilfswerk der VN für Palästinensische Flüchtlinge (UNRWA) und dem UN World Food Programme (WFP) zusammen.

