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Afrika setzt auf saubere Energie

© ADA
LI Yong, Generaldirektor der UNIDO und Martin Ledolter, Geschäftsführer der Austrian Development Agency.
LI Yong, Generaldirektor der UNIDO und Martin Ledolter, Geschäftsführer der Austrian Development Agency.

"Eine gute Energieversorgung trägt wesentlich zur Armutsminderung bei.
Wir freuen uns, heute gemeinsam mit der UNIDO den Aus- und Aufbau von drei Energiezentren in Afrika vertraglich festzulegen. Bis 2016 wird damit das Potenzial zur Nutzung sauberer Energie von 34 afrikanischen Staaten gefördert und der Zugang zu leistbaren und verlässlichen Energiedienstleistungen für mehr als 300 Millionen Menschen möglich", so Martin Ledolter, Geschäftsführer der Austrian Development Agency (ADA), der Agentur der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit.

Energiezentren für erneuerbare Energien und Energieeffizienz sorgen in Entwicklungsländern dafür, eigene Kapazitäten aufzubauen: Lokale ExpertInnen werden ausgebildet, Demonstrationsprojekte umgesetzt und neues Bewusstsein für nachhaltige Energieversorgung geschaffen. Österreich und die UNIDO helfen dabei, natürliche Ressourcen wie Sonne, Wasser oder Wind in Entwicklungs- und Schwellenländern ökologisch, sozial und wirtschaftlich nachhaltig zu nutzen. Versorgungsengpässen und dem Preiskampf um fossile Brennstoffe wird entgegengewirkt. Missmanagement und veraltete Technologien sollen der Vergangenheit angehören.

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"Eine gute Energieversorgung trägt wesentlich zur Armutsminderung bei", so Martin Ledolter.

Vorbild Westafrika

Die Westafrikanische Wirtschaftsgemeinschaft ECOWAS treibt die Politik für nachhaltige Energie bereits seit Jahren kräftig voran. "2010 wurde auf Kap Verde das erste Regionalzentrum für erneuerbare Energien und Energieeffizienz – kurz ECREEE – eröffnet. Die Österreichische Entwicklungszusammenarbeit förderte mit 1,8 Millionen Euro als erster Geber das von der UNIDO durchgeführte Projekt und entsandte einen Energieexperten für den Aufbau des Kompetenzzentrums. Mit einer weiteren Finanzierungszusage in Höhe von zwei Millionen Euro bis 2016 sichert Österreich die Zukunft von ECREEE", sagt Alexander Karner, Energieexperte der ADA. Mittlerweile wird das ECREEE auch von Spanien und Deutschland unterstützt. Damit trägt Österreich maßgeblich dazu bei, die energiepolitischen Ziele der ECOWAS für erneuerbare Energie zu erreichen. Beispielsweise sollen bis 2020 alle auf dem Land lebenden WestafrikanerInnen einen sicheren, gesundheitlich unbedenklichen und leistbaren Zugang zu Energie zum Kochen erhalten. Das Regionalzentrum ECREEE schafft dafür politische Rahmenbedingungen und organisiert Trainings und Ausbildungen für AkteurInnen im Energiebereich. Zudem wurden bereits über 30 Kleinprojekte gefördert: In Burkina Faso etwa werden Photovoltaik-Pumpen für Trinkwasseranlagen eingesetzt und Biogas-Kochmöglichkeiten in Schulen eingerichtet.

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Mit Unterstützung der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit, der UNIDO und weiteren internationalen Partnern wird der erneuerbare Energiesektor jetzt kräftig ausgebaut.

Ost- und Südafrika stellen Weichen für erneuerbare Energie

Analog zum westafrikanischen Kompetenzzentrum werden nun in Ostafrika und im südlichen Afrika weitere regionale Energiezentren errichtet. Die fünf ostafrikanischen Länder Kenia, Uganda, Tansania, Ruanda und Burundi profitieren von der Gründung des Kompetenzzentrums EACREEE (East African Centre for Renewable Energy and Energy Efficiency). Österreich steuert bis 2016 eine Million Euro bei, die UNIDO 600.000 Euro und die Länder selbst 1,8 Millionen Euro. In den Folgejahren soll das Unterstützungsvolumen durch weitere Geber und Partner auf elf Millionen Euro anwachsen.
Im südlichen Afrika ziehen 15 Staaten, die sogenannten SADC-Länder (Southern African Development Community), an einem Strang. Der Aufbau des länderübergreifenden Energiezentrums SACREEE wurde mit Unterstützung aus Österreich und unter Federführung der UNIDO vereinbart. Bis 2016 stellt die Österreichische Entwicklungszusammenarbeit 1,8 Millionen Euro zur Verfügung.

Auch Karibik will saubere Energie nutzen

In Anlehnung an die Erfolge in Afrika wird die Österreichische Entwicklungszusammenarbeit gemeinsam mit der UNIDO in den kommenden Jahren in der Karibik das Energiezentrum "Caribbean Centre for Renewable Energy and Enegy Efficiency" (CCREEE) aufbauen.