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Österreichische Entwicklungszusammenarbeit

Die Österreichische Entwicklungszusammenarbeit (OEZA) unterstützt Länder in Afrika, Asien, in Südost- und Osteuropa sowie die Karibik bei ihrer nachhaltigen Entwicklung.

Das Außenministerium ( BMeiA) plant die Strategien und Programme, die Austrian Development Agency
(
ADA) setzt diese gemeinsam mit öffentlichen Einrichtungen, Nichtregierungsorganisationen und Unternehmen um.

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Aktiv altern in Mazedonien

Rotkreuz-Freiwillige übergibt Lebensmittel an ältere Dame.
© MacRC
Rotkreuz–Freiwillige betreuen pflegebedürftige Menschen aus ihrer Gemeinde.

In Mazedonien, wo ältere Menschen zu einer stark armutsgefährdeten und sozial isolierten Gruppe zählen, wird im Jahr 2050 rund ein Viertel der Bevölkerung älter als 65 Jahre sein. Mobile Pflegeangebote, soziale Betreuung und institutionelle Unterstützung sind für diese Bevölkerungsgruppe kaum vorhanden. Das Österreichische Rote Kreuz unterstützt daher seine Schwestergesellschaft in Mazedonien mit dem Ziel Heimhilfe und Pflege zu etablieren und somit die Lebensbedingungen von älteren Menschen zu verbessern.

Frau kontrolliert Blutdruck einer älteren Dame.
© ÖRK
Mit Unterstützung der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit wurden mobile Pflegeteams in Skopje, Veles und Kriva Palanka aufgebaut.

Mobile Hauskrankenpflege

Mit Unterstützung der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit wurden mobile Pflegeteams in Skopje, Veles und Kriva Palanka aufgebaut, die sich seit Herbst 2011 um mehr als 180 alleinstehende und pflegebedürftige alte Menschen kümmern. Diese Teams setzen sich aus Rotkreuz-Freiwilligen und angestellten Pflegekräften zusammen. Neben der sozialen und medizinischen Betreuung werden auch Nahrungsmittel- und Hygienepakete zur Verfügung gestellt.

SeniorInnen helfen mit

In Kriva Palanka, einer Gemeinde an der Grenze zu Bulgarien, sind besonders viele ältere Freiwillige in die Besuchsdienste eingebunden. Sie begleiten ihre betagten MitbürgerInnen beim Spazierengehen oder zu Arztbesuchen und unterstützen sie bei alltäglichen Dingen. Die Pensionistin Katica Borisovka aus Kriva Palanka besucht pro Woche drei PatientInnen.

Frau mit einem Rotkreuz-Freiwilligen.
© ÖRK
Das Engagement hilft auch den HelferInnen fit und gesellschaftlich involviert zu bleiben.

Sie betont wie wichtig sowohl der soziale Kontakt für ältere Menschen, als auch die Unterstützung bei der praktischen Arbeit ist. "Ich gehe einkaufen, begleite sie zum Arzt oder koche eine Suppe", erzählt Borisovka: "Eine meiner Patientinnen hat Parkinson. Ihr helfe ich beim Aufstehen und gehe mit ihr spazieren. Ich mache eben alles was nötig ist." Ältere Freiwillige in die Besuchsdienste einzubinden hat viele Vorteile: HelferInnen und PatientInnen haben ähnliche Interessen und gemeinsame Gesprächsthemen. Das Engagement hilft auch den HelferInnen fit und gesellschaftlich involviert zu bleiben.

Beteiligung der Gemeinden soll Nachhaltigkeit ermöglichen

Durch erfolgreiche Öffentlichkeitsarbeit konnte in Mazedonien ein Bewusstsein für die Bedürfnisse älterer Menschen geschaffen und die Bereitschaft zur Freiwilligenarbeit gestärkt werden. Die drei lokalen Gemeindeverwaltungen wurden aktiv in das Projekt eingebunden und finanzieren seit 2012 wichtige Zusatzangebote, wie etwa ein Tageszentrum für Seniorinnen in Skopje oder einen Physiotherapeuten für das mobile Pflegeteam in Veles.

Diese erfolgreichen Projekte sowie derzeit intensiv laufende Verhandlungen mit den Gemeinden und der Privatwirtschaft lassen auf eine nachhaltige Finanzierung hoffen, mit der knapp 200 alte Menschen in Mazedonien weiterbetreut werden könnten.