Teilen btn_sharing

Suche

Inhalte der Website durchsuchen

suche / search

Österreichische Entwicklungszusammenarbeit

Die Österreichische Entwicklungszusammenarbeit (OEZA) unterstützt Länder in Afrika, Asien, in Südost- und Osteuropa sowie die Karibik bei ihrer nachhaltigen Entwicklung.

Das Außenministerium (BMEIA) plant die Strategien und Programme, die Austrian Development Agency
(
ADA) setzt diese gemeinsam mit öffentlichen Einrichtungen, Nichtregierungsorganisationen und Unternehmen um.

Wirtschaftspartnerschaften

Sie investieren in die Märkte der Zukunft?

Wir fördern Unternehmergeist und Ideen.

mehr >>

Alte Wunden heilen

Patientinnen in einem Krankenhaus in Uganda.
© ADA
Durch Unterstützung der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit konnten im April 2013 30 Frauen geholfen werden.

Frauen wieder ihre Würde zurückzugeben. Das ist das Ziel des African Youth Initiative Networks (AYINET) in Uganda. Durch Unterstützung der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit konnten im April 2013 30 Frauen rekonstruktiv gynäkologisch operiert werden. Die Frauen litten an schweren körperlichen Verletzungen, die ihnen von Rebellen während des Terrorregimes der Lord´s Resistance Army (LRA) in Norduganda zugefügt wurden. Der Konflikt ist zwar seit Jahren zu Ende, aber bisher konnten die Frauen das Geld für die notwendigen Operationen nicht aufbringen.

Körperliches und seelisches Leid

"Ich bin so froh, dass ich erfolgreich operiert werden konnte. Ich habe endlich keine Schmerzen mehr.

Krankenschwestern.
© ADA
AYINET bietet Opfern von sexueller Gewalt neben medizinischer Hilfe auch psychosoziale Betreuung und Rechtshilfe an.

Ich kann meinen Urin wieder kontrollieren, rieche nicht mehr schlecht und fühle mich frei auf andere Menschen zuzugehen", erzählt Josephine. Die 37-Jährige wurde 2003 als Schwangere mit ihrem Mann und ihrem Sohn von den Rebellen verschleppt. Ihr Mann wurde zu Tode gefoltert. Ihr Sohn starb in der Gefangenschaft an Malaria. Das Baby verlor Josephine, weil die Rebellen immer wieder auf ihren Bauch eintraten.

Der mehr als zwanzig Jahre andauernde Konflikt in Norduganda, bei dem fast zwei Millionen Menschen vertrieben wurden, ist vorbei. Die schweren körperlichen Schäden, die viele der Opfer davontrugen, sind in Uganda nach wie vor sichtbar. AYINET bietet Opfern von sexueller Gewalt neben medizinischer Hilfe auch psychosoziale Betreuung und Rechtshilfe an.

Konkrete Hilfe anbieten

Ende April 2013 kamen vier Gynäkologen aus verschiedenen Krankenhäusern Ugandas in der Stadt Lira zusammen und operierten dreißig betroffene Frauen aus verschiedenen Regionen in Norduganda.

Ärzte
© ADA
Vier Gynäkologen aus verschiedenen Krankenhäusern Ugandas kamen in Lira zusammen und operierten die Frauen erfolgreich.

Die Operationen verliefen erfolgreich. Die Patientinnen konnten mittlerweile in ihre Dörfer zurück gebracht werden.

"Bis letzte Woche hatte ich immer Schmerzen in meinem Unterleib und in meiner Taille. Ich war nicht in der Lage irgendeine produktive Arbeit zu verrichten", erzählt Colline. Die 30-Jährige musste vier Jahre im Busch für die LRA kämpfen, brachte ein Baby allein zur Welt. Auch ihrem Körper wurde massiv Gewalt angetan. "Aber jetzt wurde ich operiert und meine Schmerzen sind viel weniger geworden. Ich glaube, dass ich mich bald erholen werde. Dann würde ich gern ein eigenes kleines Unternehmen gründen, um endlich für mich selbst sorgen zu können."

Die 30 operierten Frauen hatten durch die chirurgischen Eingriffe die Chance, aus ihrer Leidenssituation auszubrechen. Sie können wieder selbstständig für ihren Lebensunterhalt aufkommen. Ein wichtiger Schritt für ihre Gleichberechtigung und Unabhängigkeit.