appear bringt neue Qualität der Zusammenarbeit für Hochschulen
Bei der Auftaktveranstaltung am 24. März 2010 für das neue konzipierte Hochschulkooperationsprogramm appear (Austrian Partnership Programme in Higher Education & Research for Development) in Wien stellten Andreas Obrecht und Stefanie Reinberg das Programm detailliert vor und antworteten gemeinsam mit Brigitte Öppinger-Walchshofer (Geschäftsführerin der Austrian Development Agency), Hubert Dürrstein (Geschäftsführer des OeAD) und Francis Matambalya (University of Dar es Salaam, Tansania) auf die Publikumsfragen:
Strategische Förderung
Lehre, Forschung und Management von Hochschulen in Entwicklungsländern brauchen Unterstützung. Erstmals werden daher Partnerschaften zwischen österreichischen Universitäten und Fachhochschulen und wissenschaftlichen Institutionen in den Schwerpunktländern und -regionen der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit strategisch mit öffentlichen Geldern gefördert. Der OeAD ist gemeinsam mit dem LAI (Lateinamerika-Institut) von der ADA (Austrian Development Agency), der Agentur der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit, beauftragt, das detaillierte Programmdesign zu entwickeln und das Programm während der nächsten drei Jahre durchzuführen. Es ist mit 6 Millionen Euro dotiert.
Thematische Schwerpunkte des Programms
Die geförderten Hochschulpartnerschaften werden maßgeblich zur Steigerung der Qualität in Lehre und Forschung an den beteiligten Unis beitragen, das Management und die Verwaltung der Einrichtungen effektiver machen und den wissenschaftlichen Dialog national und international forcieren. Die thematischen Schwerpunkte des Programms sind Wasserversorgung, ländliche Entwicklung, Energie, Förderung des Privatsektors, Governance und Menschenrechte, Armutsminderung, Erhaltung der Umwelt und Schutz der natürlichen Ressourcen sowie Friedenssicherung und Konfliktprävention. Einen weiteren Schwerpunkt stellt die Erhöhung der wirtschafts- und sozialwissenschaftlichen Kompetenzen der Partnerländer dar, die zur Umsetzung der nationalen Armutsminderungsstrategien erforderlich sind.
Geografische Schwerpunkte
Alle österreichischen Universitäten und Fachhochschulen sind eingeladen, sich gemeinsam mit wissenschaftlichen Einrichtungen und Hochschulen aus dem "Süden" - Äthiopien, Uganda, Kenia, Mosambik, Kap Verde, Burkina Faso, Senegal, Nicaragua, El Salvador, Guatemala, Nepal, Bhutan und den Palästinensischen Gebieten - an appear zu beteiligen und gleichzeitig entwicklungspolitische Fragestellungen und Forschung für Entwicklung an den heimischen Institutionen auszubauen.
Anbahnungsschritte & Master und PhD-Programme
Gefördert werden auch erste Anbahnungsschritte von Kooperationen. Institute bzw. ForscherInnen, die noch über keine etablierten Kontakte zu Partnerhochschulen verfügen, sollen gemeinsam mit den KollegInnen aus dem "Süden" innovative und spannende Projekte entwerfen und zur Förderung einreichen können. Die Projekte können den Austausch von Lehrenden, die Erstellung von Curricula, die Abhaltung von Tagungen und Konferenzen gleichermaßen enthalten wie empirische Forschungen zu entwicklungsrelevanten Themenbereichen. appear unterstützt zudem Studierende aus den Schwerpunktländern und -regionen der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit mit Master und PhD-Programmen.
AkademikerInnen von Hochschulen aus dem Süden, mit denen es Kooperationen und Partnerschaften im Rahmen von appear gibt, werden dabei vorrangig unterstützt. Damit sollen nachhaltige Strukturen geschaffen werden, welche die Partnerinstitution langfristig stärken.
Partnerschaft und Respekt
Im Zentrum der Kooperationen stehen Partnerschaft und Respekt vor unterschiedlichen kulturellen Kontexten und Wissensansätzen. Gefragt ist, was für die Partner im "Süden" von hoher Relevanz ist.
Weitere Informationen
- Website von appear
- Offene Calls von appear
- ExpertInnentreffen zur appear-Vorbereitung am 25./26. Februar 2010








