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ENTWICKLUNG.AT

Österreichische Entwicklungszusammenarbeit

Die Österreichische Entwicklungszusammenarbeit (OEZA) unterstützt Länder in Afrika, Asien, Zentralamerika sowie in Südost- und Osteuropa bei ihrer nachhaltigen sozialen, wirtschaftlichen und demokratischen Entwicklung.

Das Außenministerium (BMeiA) plant die Strategien und Programme, die Austrian Development Agency (ADA) setzt diese gemeinsam mit öffentlichen Einrichtungen, Nichtregierungsorganisationen und Unternehmen um.

Akteure
BMeiA
Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten
ADA
Austrian Development Agency

weitere öffentliche Akteure

Wo bin ich?


Aussöhnung in Gemeinden Südosteuropas

In Gemeinden Mazedoniens, Serbiens und des Kosovos arbeiten Bevölkerung und externe MediatorInnen gemeinsam intensiv an der Aufarbeitung alter, immer noch schwelender Konflikte. Der Erfolg kann sich sehen lassen.

 

Schwelende Konflikte

In den Nachfolgestaaten des ehemaligen Jugoslawien sind nach den kriegerischen Auseinandersetzungen der 1990er-Jahre viele Kontroversen noch immer nicht bereinigt. In zahlreichen Ortschaften zieht sich ein Graben von Misstrauen mitten durch die Gemeinden und macht ein harmonisches Miteinander nach wie vor schwer vorstellbar.

Aber eine erfolgreiche Annäherung ist möglich wie vier Gemeinden beweisen: In extern begleiteten Mediationen sprechen VertreterInnen verschiedener Ethnien das erste Mal seit Jahren wieder miteinander. Es ist ein vorsichtiges Herantasten - alte Feindschaften können nicht von einem Tag auf den anderen begraben werden. Aber man merkt die positive Veränderung. Man spürt, dass sich die einzelnen Gruppen wieder annähern.

 

Mediation bringt Annäherung

Erreicht wurde dieser Neubeginn durch das von Österreich unterstützte Projekt: „Conflict Transformation through Integrative Mediation processes". Durchgeführt wird es vom renommierten Verein für Integrative Mediation „CSSProject for Integrative Mediation" (CSSP). Vier multiethnische Gemeinden in Serbien, Mazedonien und dem Kosovo werden insgesamt drei Jahre lang begleitet. Der Mediationsprozess konzentriert sich auf folgende Punkte:

  • Stärkung von Konfliktlösungskompetenzen lokaler EntscheidungsträgerInnen
  • Bewusstseinsbildung für Probleme von Minderheiten
  • Vertrauensaufbau zwischen den ethnischen Gruppen

Darüber hinaus werden gemeinsam mit lokalen EntscheidungsträgerInnen Strategien entwickelt, die die Integration der Minderheiten in lokale politische Strukturen vorantreiben sollen.

 

MediatorInnen aus der Region

Das Projekt hat Beispielcharakter. In einer zweiten Projektphase, die im Herbst 2009 startet, werden MediatorInnen aus der Region ausgebildet, um diesen Ansatz der interethnischen Konfliktaufarbeitung in den Ländern Südosteuropas zu verankern und zu verbreiten. Lokale Nichtregierungsorganisationen übernehmen zunehmend die Aufgaben von CSSP und etablieren ein System unabhängig und unparteiisch agierender MediatorInnen. Österreich fördert auch diese zweite Phase des Projektes mit EUR 300.000,-.