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Österreichische Entwicklungszusammenarbeit

Die Österreichische Entwicklungszusammenarbeit (OEZA) unterstützt Länder in Afrika, Asien, in Südost- und Osteuropa sowie die Karibik bei ihrer nachhaltigen Entwicklung.

Das Außenministerium ( BMEIA) plant die Strategien und Programme, die Austrian Development Agency
(
ADA) setzt diese gemeinsam mit öffentlichen Einrichtungen, Nichtregierungsorganisationen und Unternehmen um.

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Bodenerosion stoppen – Ernährung sichern

© ADA
Akazien werden gepflanzt, um Erosion zu vermeiden.

Bodenerosion ist in Äthiopien landesweit ein Problem. In der Gemeinde Abono 160 km südlich von Addis Abeba hat Abholzung in den vergangenen Jahrzehnten zu regelmäßigen Überschwemmungen geführt. Siedlungen mit insgesamt 4.000 Menschen sind betroffen.

Überschwemmungen verhindern

Ein gemeinsames Projekt der Caritas Feldkirch und der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit soll Überschwemmungen durch Terrassierungen, gezieltes Ableiten und Auffangen von Wasser verhindern. Rund 47 Hektar Land soll so geschützt werden. 360.000 Akazien werden gepflanzt, um Erosion zu vermeiden. "Alle im Dorf helfen bei der Begrünung mit. Weil wir nicht wollen, dass Überflutungen unsere Häuser zerstören und die gelagerte Ernte vernichten", berichtet Nurija, eine Mutter von 4 Kindern, die in der Gemeinde lebt: "Nach den Fluten mussten wir hungern. Das wollen wir ebenso verhindern wie die voranschreitende Bodenerosion, die unsere Anbauflächen verringert."

Ofen
© ADA
Die Öfen wurden von der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit und der Caritas Feldirch finanziert.

Neue Öfen heizen besser

"Energieeffiziente Öfen sollen darüber hinaus Abholzung vorbeugen", sagt Heinz Habertheuer, Leiter des Auslandsbüros der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit in Addis Abeba. Bei einem Besuch im Dorf Galo lernte Habertheuer Bedatu und ihre fünf Kinder kennen. Frau Bedatu und 84 andere Familien haben so einen neuen Ofen erhalten. "Unsere Augen brennen nicht mehr vom Rauch, wir husten weniger und sind nicht so müde", erzählt Bedatu: "Außerdem kann ich mit dem neuen Ofen gleichzeitig Enjera, ein traditionelles Brot aus Sauerteig, zubereiten und die dazu passende würzige Sauce Wot kochen." Frau Bedatu habe jetzt mehr Zeit für andere Haushaltsarbeiten da sie weniger Holz für den Ofen sammeln muss. "Ich benötige um die Hälfte weniger Holz und das Kochen geht schneller als zuvor", freut sich Bedatu. "Insgesamt sollen der Gemeinde 357 Öfen zu Verfügung gestellt werden. Jeder Ofen kostet umgerechnet rund 5 Euro. Finanziert wird das von der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit und der Caritas Feldkirch", so Habertheuer.

© ADA
Die BäuerInnen werden mit widerstandsfähigem Saatgut ausgestattet.

Das Rahmenprogramm

Das Projekt ist Teil des 3-jährigen Rahmenprogramms der Österreichischen Caritaszentrale "Verbesserung der Ernährungssituation von 3.100 ländlichen Haushalten" in Burkina Faso, Äthiopien, Senegal und der Demokratischen Republik Kongo. Die Maßnahmen in Äthiopien werden mit 430.000 Euro finanziert, wobei 70 Prozent der Mittel von der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit kommen. Neben den erwähnten Förderungen werden die Bäuerinnen und Bauern der Region mit widerstandsfähigem Saatgut, kleinen Bewässerungsanlagen für den Gemüseanbau ausgestattet und bei der Haltung von Nutztieren wie Ziegen und Hühner sowie in der Bienenzucht unterstützt.