Teilen btn_sharing

Suche

Inhalte der Website durchsuchen

suche / search

Österreichische Entwicklungszusammenarbeit

Die Österreichische Entwicklungszusammenarbeit (OEZA) unterstützt Länder in Afrika, Asien, in Südost- und Osteuropa sowie die Karibik bei ihrer nachhaltigen Entwicklung.

Das Außenministerium ( BMEIA) plant die Strategien und Programme, die Austrian Development Agency
(
ADA) setzt diese gemeinsam mit öffentlichen Einrichtungen, Nichtregierungsorganisationen und Unternehmen um.

Wirtschaftspartnerschaften

Sie investieren in die Märkte der Zukunft?

Wir fördern Unternehmergeist und Ideen.

mehr >>

Der Aufstieg des Südens

Rebeca Grynspan spricht am Podium, Sektionsleiter Michael Linhart hört zu.
© Mahmoud
Rebeca Grynspan vom UNDP präsentierte den Human Development Report in Wien.

Entwicklungsländer steigen zu wichtigen Akteuren der Weltwirtschaft auf. Vor unseren Augen vollziehe sich eine dynamische Veränderung der Weltwirtschaft von historischen Dimensionen, sagte Rebeca Grynspan, Untergeneralsekretärin der Vereinten Nationen, bei einem Treffen mit Mitgliedern des Entwicklungszusammenarbeits-Unterausschusses des Nationalrats. Um diese Veränderungen gehe es auch im neuen Human Development Report der Vereinten Nationen "The Rise of the South", so Grynspan, die den Bericht des Entwicklungsprogramms der Vereinten Nationen (UNDP) über die menschliche Entwicklung 2013 am Dienstag, 9. April 2013, im Außenministerium in Wien präsentierte.

Positive Entwicklungen

Der Bericht zeigt eine Reihe positiver Entwicklungen auf: Die Produktion von Brasilien, Indien und China zusammengenommen wird demnächst die Gesamtproduktion von Deutschland, Frankreich, Italien, Großbritannien, den USA und Kanada erreichen. Auch der Anteil des Handels zwischen den Staaten des Südens am Welthandel ist dabei, sich dem Volumen des Handels zwischen den Staaten des industrialisierten Nordens anzugleichen. Die Ausweitung dieses Handels biete auch Chancen für wenig entwickelte Länder. Das gehe Hand in Hand mit einem massiven Anwachsen der Mittelschichten vor allem in den Staaten Asiens und des Pazifik, wodurch viele Millionen Menschen aus der Armut geholt werden.

Professor Lutz erklärt vom Podium aus eine Grafik
© Mahmoud
Am Bericht hat der österreichische Universitätsprofessor Wolfgang Lutz mitgearbeitet.

Umweltschutz und langfristiges Engagement

UNDP misst Entwicklung nicht nur an der Höhe des Bruttonationaleinkommens, sondern hat zusätzliche Indikatoren eingeführt, die im Human Development Index (HDI) zusammengefasst sind. Dabei werde das Thema der nachhaltigen Entwicklung und der Bewahrung der natürlichen Ressourcen immer wichtiger. UNDP arbeite daran, Bewusstsein zu schaffen, dass es beim Kampf gegen die Armut nicht darum gehe, eine Wahl zwischen wirtschaftlicher Entwicklung auf der einen und Umweltschutz auf der anderen Seite zu treffen. Vielmehr werde immer deutlicher, dass Wirtschaft und Gesellschaft von Investitionen in den Umweltschutz und in nachhaltige Entwicklung längerfristig profitieren, und dass solche Investitionen auch von armen Ländern getätigt werden können.

Grundsätzlich brauche erfolgreiche Entwicklung ein langfristiges Engagement vor Ort, betonte Grynspan. Wichtige Faktoren für nachhaltige Industrialisierung sei der Ausbau des Tertiären Bildungssektors und politisch und gesellschaftlich stabile Verhältnisse. UNDP unterstützt in zahlreichen Projekten Entwicklungsstaaten bei der Umsetzung der UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen und hat dazu einen eigenen Fonds eingerichtet. Hier könne Österreich einen wertvollen Beitrag leisten, unterstrich Grynspan.

Weitere Informationen: