Home Logo Print

Navigation allgemein


Navigation Informationen



ENTWICKLUNG.AT

Österreichische Entwicklungszusammenarbeit

Die Österreichische Entwicklungszusammenarbeit (OEZA) unterstützt Länder in Afrika, Asien, Zentralamerika sowie in Südost- und Osteuropa bei ihrer nachhaltigen sozialen, wirtschaftlichen und demokratischen Entwicklung.

Das Außenministerium (BMeiA) plant die Strategien und Programme, die Austrian Development Agency (ADA) setzt diese gemeinsam mit öffentlichen Einrichtungen, Nichtregierungsorganisationen und Unternehmen um.

Akteure
BMeiA
Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten
ADA
Austrian Development Agency

weitere öffentliche Akteure

Wo bin ich?


Erster Europäischer Entwicklungsbericht stellt fragile Staaten in den Mittelpunkt

Ende Oktober 2009 wurde der erste Europäische Entwicklungsbericht "Overcoming Fragility in Africa – Forging a New European Approach" vorgestellt. Führende europäische ExpertInnen beleuchten darin die komplexe Problematik "staatlicher Fragilität" - vor allem in afrikanischen Ländern südlich der Sahara.

 

Krisen treffen fragile Staaten besonders

Fragile Staaten werden von auftretenden Krisen wie Finanz-, Wirtschafts- oder Nahrungsmittelkrise besonders getroffen. Die ExpertInnen betonen daher in diesem Bericht die destabilisierenden Auswirkungen der Weltwirtschaftskrise und geben Empfehlungen für künftige Maßnahmen ab. Besonders wichtig erscheint für sie dabei, dass Hilfszusagen auch eingehalten werden.

Im Bericht weisen die ExpertInnen darauf hin, dass ein Rückgang der 2009 vorgesehenen Unterstützung für fragile Staaten um 22 Milliarden Euro zu befürchten ist, sollten Geberländer ähnlich reagieren wie bei früheren Konjunktureinbrüchen. Die meisten Staaten in Subsahara-Afrika würden dann 15 bis 20% weniger Hilfe erhalten.

 

EU-Engagement im Bereich fragile Staatlichkeit

Die mit der Fragilität von Staaten verbundenen Probleme und Herausforderungen stehen ganz oben auf der politischen Agenda der Europäischen Union. Noch im November 2009 soll ein EU-Aktionsplan für ein kohärenteres und stärker strategisch ausgerichtetes Konzept für Staaten in fragilen Situationen oder Konfliktsituationen vorgelegt werden. Die Kommission überarbeitet derzeit außerdem ihre Instrumente und Verfahren, um sie besser auf diese Problematik abzustimmen. Staatliche Fragilität stellt nicht nur eine Herausforderung für die Entwicklungspolitik dar, sondern auch für andere Politikbereiche, wie Sicherheit und Handel.

 

Hintergrund des Berichts

Der Europäische Entwicklungsbericht soll künftig jährlich veröffentlicht werden. Es handelt sich dabei um einen unabhängigen, auf Fachkenntnissen beruhenden und zukunftsorientierten Überblick über Entwicklungsfragen. Der Bericht wurde unter Leitung des Europäischen Hochschulinstituts in Florenz ausgearbeitet. Dieser Forschungsinitiative zur Entwicklungspolitik ging ein partizipativer Prozess voraus, der führende VertreterInnen aus Wissenschaft, Politik und Zivilgesellschaft aus Afrika und Europa zusammengebracht hat.

 

Weitere Informationen: