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Österreichische Entwicklungszusammenarbeit

Die Österreichische Entwicklungszusammenarbeit (OEZA) unterstützt Länder in Afrika, Asien, in Südost- und Osteuropa sowie die Karibik bei ihrer nachhaltigen Entwicklung.

Das Außenministerium (BMEIA) plant die Strategien und Programme, die Austrian Development Agency
(
ADA) setzt diese gemeinsam mit öffentlichen Einrichtungen, Nichtregierungsorganisationen und Unternehmen um.

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Familien erfolgreich stärken

Lachende Frau mit Kind.
© SOS-Kinderdorf
Das Familienstärkungsprogramm von SOS-Kinderdorf bleibt ein wichtiger Anker für viele Familien.

Das Familienstärkungsprogramm des SOS-Kinderdorf in Mostar ist Anlaufstelle für Kinder und Familien in Not. "Wir werden von öffentlichen Stellen weitervermittelt, von Netzwerkpartnern geschätzt und auch von  Familien selbst gerne aufgesucht", erzählt Edita Pajic, die das Projekt leitet. Rund 100 Familien werden von Edita Pajic und ihrem vierköpfigen Team dabei unterstützt den Weg aus der Krise soweit zu schaffen, dass sie ein selbstbestimmtes und eigenständiges Leben führen können.

Angebote annehmen lernen

Rund 600 Mal haben MitarbeiterInnen des Programms die Familien im vergangenen Jahr in ihrem Zuhause besucht, mehr als 1.500 Mal sind Familienmitglieder in das Sozialzentrum gekommen. "Wir legen großen Wert darauf, dass alle Familienmitglieder aktiv den für alle verbindlichen Entwicklungsplan für die Familie mitgestalten und mittragen", erklärt Pajic: "Die festgelegten Verpflichtungen, wie die Teilnahme an Selbsthilfegruppen, Eltern-Austauschrunden oder Spiel- und Lernangebote für Kinder, tragen nicht nur zur Verbesserung der Situation der Familien bei, sondern führen sie auch aus der sozialen Isolation in der sie oft stecken", so Pajic.

Kind mit Mutter und Geschwistern.
© SOS-Kinderdorf
Rund 100 Familien werden unterstützt den Weg aus der Krise zu schaffen.

Vor allem im Elternklub konnten die Erwachsenen ihre Stärken und Talente einbringen, Wissen austauschen und gegenseitige Hilfeleistungen annehmen – oft über tiefe ethnische Gräben hinweg, berichtet Edita Pajic. Besonders hervorzuheben sei auch die hervorragende Zusammenarbeit mit Schulen und dem pädagogischen Institut in Mostar.

Wirtschaftliche prekäre Situationen lösen

Trotzdem bleibt diese Herausforderung für einen Teil der Zielgruppe eine unüberwindbare Hürde. Besonders Familien, in denen beide Elternteile langfristig arbeitslos sind und die Familie weit unter der Armutsgrenze von rund 50 Euro im Monat lebt, laufen Gefahr, langfristig das Vertrauen in sich selbst zu verlieren. Die MitarbeiterInnen des Familienstärkungsprogrammes stehen in diesen Fällen vor allem den Kindern zur Seite und achten darauf, dass sie die Schule oder den Kindergarten besuchen, medizinisch versorgt sind und ihre Rechte gewahrt bleiben.

Kind malt mit Kreide.
© SOS-Kinderdorf
Das Angebot des Familienstärkungsprogramms wird 2014 erweitert.

Über 200 Kinder und Jugendliche profitieren zurzeit von dem Projekt, das die Österreichische Entwicklungszusammenarbeit mit 100.000 Euro fördert.

Wissenstransfer

Das Familienstärkungsprogramm von SOS-Kinderdorf bleibt – nicht zuletzt durch die wirtschaftliche und politische Unsicherheit in Bosnien und Herzegowina - ein wichtiger Anker für viele Familien. Das Angebot des Familienstärkungsprogramms wird 2014 um wirtschaftliche Aspekte erweitert: Eltern wird beim Wiedereinstieg in den Arbeitsmarkt geholfen. Eine weitere wichtige Projektkomponente ist der Wissenstransfer des SOS-Kinderdorf in Österreich an die lokalen Partner in den Bereichen wirtschaftliches Empowerment, Kinderrechte und Anwaltschaft.

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