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Österreichische Entwicklungszusammenarbeit

Die Österreichische Entwicklungszusammenarbeit (OEZA) unterstützt Länder in Afrika, Asien, in Südost- und Osteuropa sowie die Karibik bei ihrer nachhaltigen Entwicklung.

Das Außenministerium ( BMeiA) plant die Strategien und Programme, die Austrian Development Agency
(
ADA) setzt diese gemeinsam mit öffentlichen Einrichtungen, Nichtregierungsorganisationen und Unternehmen um.

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Gemeinsam gegen Menschenhandel

PodiumsteilnehmerInnen.
© BMeiA
Österreich hat die EU-Richtlinie zur Bekämpfung des Menschenhandels umgesetzt.

Am 21.10.2013, drei Tage nach dem Europäischen Tag gegen Menschenhandel, veranstaltete die Task Force Menschenhandel, in der auch die Austrian Development Agency (ADA) vertreten ist, die jährliche Konferenz "Gemeinsam gegen Menschenhandel". Im Zentrum der diesjährigen Tagung mit nationalen und internationalen ExpertInnen stand das Thema Menschenhandel zum Zweck der Arbeitsausbeutung und die Bekämpfung dieses "versteckten Verbrechens".

EU-weit wird die Arbeitsleistung von 880.000 Menschen ausgebeutet. 58 Prozent von ihnen sind Frauen, heißt es in einer Studie der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO). Kinder und Frauen sind einem höheren Risiko ausgesetzt Opfer von Arbeitsausbeutung zu werden, so die Studie. Während Männer eher Opfer von Arbeitsausbeutung beispielsweise in der Baubranche, im Tourismus und Gastgewerbe sowie in der Landwirtschaft sind, werden Frauen eher Opfer von sexueller Ausbeutung. Arbeitsausbeutung findet aber auch in Haushalten statt.

UnternehmerInnen müssen Verantwortung übernehmen

In der Diskussion drehte sich alles um das Thema Prävention abseits der Symptombekämpfung. Es sei besonders wichtig auch Unternehmen in die Verantwortung zu nehmen, so der Tenor. Unternehmen müssen für faire und sozial verträgliche Arbeitsbedingungen sorgen und darüber hinaus prüfen, dass auch ihre Zuliefererkette frei von Arbeitsausbeutung ist. Die VN-Prinzipien zu "business and human rights" liefern dafür einen guten internationalen Orientierungsrahmen. Dieser ist allerdings (noch) nicht verbindlich. Wichtig sei es auch in Unternehmen Rechtsberatung für ArbeiterInnen bereit zu stellen und aktiv Möglichkeiten anzubieten, auf Missstände aufmerksam zu machen. Um Menschenhandel zum Zweck der Arbeitsausbeutung zu bekämpfen sind mehrdimensionale Ansätze gefragt. Asyl- und Migrationspolitik, Handelspolitik und Investment sowie auch Entwicklungszusammenarbeit müssen gemeinsam an der Lösung des Problems arbeiten.

Österreichs Beitrag

Österreich hat die EU-Richtlinie zur Bekämpfung des Menschenhandels umgesetzt. Das Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten koordiniert sei 2004 die österreichische Task Force Menschenhandel, in der alle relevanten Stellen, inklusive der Nichtregierungsorganisationen, eng zusammenarbeiten und den Nationalen Aktionsplan gegen Menschenhandel umsetzen. Im Frühjahr 2012 wurde der dritte von der österreichischen Task Force Menschenhandel erstellte Aktionsplan 2012-2014 sowie der zweite Bericht zur Bekämpfung des Menschenhandels für den Zeitraum 2009-2011 vorgestellt.

Die Österreichische Entwicklungszusammenarbeit unterstützt in den Herkunfts- oder Durchzugsländern Projekte zu Prävention und Opferschutz, insbesondere von Frauen und Kindern. Außerdem fördert Österreich den Ausbau und die Effizienz von Strafverfolgungsbehörden im Bereich Opfer- und ZeugInnenschutz sowie die Vernetzung von Institutionen und zivilgesellschaftlichen Organisationen.