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Österreichische Entwicklungszusammenarbeit

Die Österreichische Entwicklungszusammenarbeit (OEZA) unterstützt Länder in Afrika, Asien, in Südost- und Osteuropa sowie die Karibik bei ihrer nachhaltigen Entwicklung.

Das Außenministerium (BMEIA) plant die Strategien und Programme, die Austrian Development Agency
(
ADA) setzt diese gemeinsam mit öffentlichen Einrichtungen, Nichtregierungsorganisationen und Unternehmen um.

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Gewalt gegen Frauen verhindern

Frauen aus Nepal diskutieren mit einer Europäerin
© ADA
Frauen in Nepal wollen diskriminierende Machtverhältnisse abschaffen.

Gewalt gegen Frauen und Mädchen verhindern – Dieses Thema steht im Zentrum der 57. Sitzung der Frauenstatuskommission (Commission on the Status of Women) der Vereinten Nationen. Von 4. bis 15 März 2013 diskutieren RepräsentantInnen der VN-Mitgliedstaaten in New York den Fortschritt der Geschlechtergleichstellung und formulieren politische Empfehlungen zur Stärkung von Frauen. Auch Österreich ist mit einer Delegation vertreten und setzt sich aktiv für die Verbesserung der Situation von Frauen weltweit ein.

Informieren und Handeln

Die Österreichische Entwicklungszusammenarbeit finanziert zum Beispiel ein Projekt zur Bekämpfung von häuslicher Gewalt gegen Frauen im Kosovo. Ein Frauenhaus gewährt Frauen und ihren Kindern in Krisensituationen aktiv Schutz, Kampagnen und Workshops informieren und sensibilisieren die Bevölkerung. Die betroffenen Frauen werden auf ihrem Weg in die soziale und wirtschaftliche Selbständigkeit unterstützt. Wichtig für das Projekt ist die enge Zusammenarbeit mit Gerichten, der Polizei sowie lokalen und zentralen Institutionen. In Bosnien und Herzegowina wurden durch Gender Budgeting Maßnahmen zur Bekämpfung häuslicher Gewalt finanziert. Unter Gender Budgeting versteht man die gezielte Berücksichtigung der Bedürfnisse von Männern und Frauen in Budgetprozessen auf nationaler und lokaler Ebene. Albanien geht diesbezüglich mit gutem Beispiel voran und hat im Vorjahr beschlossen, den Staatshaus nach den Prinzipien des Gender Budgetings zu gestalten.

Rechte fordern

Die Sensibilisierung der Bevölkerung für Geschlechtergleichstellung ist ebenso wichtig, wie die Unterstützung der Politik und Institutionen für das Thema. Gerade in Gesellschaften, die einen Krieg oder andere traumatische Ereignisse überstehen mussten, ist es keine Selbstverständlichkeit für Bürgerinnen und Bürger sich gleichberechtigt einzubringen, an demokratischen Prozessen teilzunehmen und ihre Interessen zu vertreten. Das Frauenforum Uganda Womens' Network will genau das ändern. Mit Unterstützung der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit arbeitet das Netzwerk daran die Zivilgesellschaft im Norden Ugandas zu stärken. Nachdem ein langer Bürgerkrieg die Region geschwächt und die Menschen verunsichert hat, gilt es jetzt die BürgerInnen zu informieren und so zu befähigen auf Gemeinde und Bezirksebene mitzubestimmen.

© ADA
Nach einem langen Bürgerkrieg werden Frauen in Norduganda ermutigt aktiv an der Gestaltung ihrer Lebensräume teilzunehmen.

Gleichstellung fördern

Geschlechtsspezifische Gewalt reduzieren, Frauen vermehrt an Entscheidungsfindung auf Haushalts- und Gemeinschaftsebene teilhaben zu lassen, das sind auch die erklärten Ziele des Programmes "Rechte fordern – Gleichstellung fördern" von CARE Österreich. Bis 2015 werden 60.000 Frauen und 30.000 Männer in Norduganda, Nepal und Äthiopien befähigt Geschlechtergleichstellung individuell, gesellschaftlich und strukturell umzusetzen. Der Zugang zu und die Kontrolle über Produktionsgüter, Land und öffentlichen Dienstleistungen soll für Frauen und Männer gleichberechtigt möglich sein. Langfristig sollen eine Änderung des Verhaltens und der Einstellung in der Gesellschaft erreicht werden, um diskriminierende Machtverhältnisse abzuschaffen. Die Österreichische Entwicklungszusammenarbeit finanziert dieses Programm mit 2,5 Millionen Euro.

8. März 2013

Genau am Weltfrauentag findet in Wien ein Kongress österreichischer Hilfsorganisationen zum Thema "Humanitäre Hilfe: Gender matters!" statt. EU-Kommissarin Kristalina Georgiewa und viele andere ExpertInnen nehmen daran teil.