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Österreichische Entwicklungszusammenarbeit

Die Österreichische Entwicklungszusammenarbeit (OEZA) unterstützt Länder in Afrika, Asien, in Südost- und Osteuropa sowie die Karibik bei ihrer nachhaltigen Entwicklung.

Das Außenministerium ( BMEIA) plant die Strategien und Programme, die Austrian Development Agency
(
ADA) setzt diese gemeinsam mit öffentlichen Einrichtungen, Nichtregierungsorganisationen und Unternehmen um.

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Hilfe für Kinder und Jugendliche

zwei lachende Mädchen
© ADA
Albanien arbeitet daran Kinder und Jugendliche besonders zu schützen.

Spielen, singen, lachen und unbeschwert herumtollen – davon kann rund die Hälfte der Kinder in Albanien nur träumen. Ihre Kindheit ist von Armut, Missbrauch und Ausbeutung geprägt. Der Schutz von Kindern und Jugendlichen steht in Albanien daher ganz oben auf der politischen Agenda. Mit internationaler Unterstützung wurden in den letzten Jahren eine moderne Gesetzeslage geschaffen, politische Strategien und Aktionspläne zur Reform des Sozialwesens entwickelt und zahlreiche Pilotinitiativen gestartet.

Kinderschutzeinheiten errichten

Auch Österreich hat grundlegend dazu beigetragen, dass sich die Situation für Kinder und Jugendliche in Albanien verbessert. Erst kürzlich erließ die albanische Regierung ein Gesetz, das vorschreibt, in allen 65 albanischen Gemeinden Kinderschutzeinheiten in Sozialämtern einzurichten. Das passiert infolge einer von Österreich unterstützten und von der Schweizer Nichtregierungsorganisation Terre des Hommes erfolgreich umgesetzten Pilotinitiative. Die neu etablierten Abteilungen gehen Hinweisen auf Gewalt, Missbrauch, Vernachlässigung, Ausbeutung oder Kinderhandel nach und bieten Heranwachsenden in prekären Situationen professionelle Hilfe.

Lehrerin hilft Schülerinnen bei Aufgaben
© ADA
LehrerInnen wurden besonders geschult, um Missbrauch zu erkennen und richtig zu intervenieren

SozialarbeiterInnen ausbilden

Dafür sind eigens geschulte Fachleute notwendig. Die Ausbildung zu SozialarbeiterInnen wurde dafür modernisiert und um kindgerechte Interventionsmöglichkeiten erweitert. In Trainings wurde das Lehr- und Betreuungspersonal an Schulen auf seine Verantwortung und Rolle bei der Förderung des Kinder- und Jugendschutzes hingewiesen. Zusätzlich wurde das sogenannte Case Management eingeführt, das die ganzheitliche und auf den jeweiligen Einzelfall zugeschnittene Betreuung von Kindern und Jugendlichen sowie deren Familien durch SozialarbeiterInnen vorsieht. Auch andere öffentliche Einrichtungen wie Polizei und Gerichte wurden einbezogen und sensibilisiert. Nicht zuletzt lernen die Betroffenen und deren Eltern durch Aufklärungskampagnen, die verschiedenen Facetten von Missbrauch frühzeitig zu erkennen.

zwei Schülerinnen schreiben
© ADA
Kinderschutzeinheiten in Sozialzentren und Aufklärungskampagnen im Land verbessern die Situation von Kindern in Albanien.

Aufklären und zusammenarbeiten

Bis zum Abschluss des Projektes im Jahr 2012 wurden insgesamt 25 SozialarbeiterInnen und knapp 220 SchulpsychologInnen geschult sowie mehr als 8.000 Kinder und Jugendliche professionell betreut. Die Zusammenarbeit von Polizei, Gerichten, Schulen, Gesundheitseinrichtungen und sozialen Diensten funktioniert aufgrund der Einführung koordinierter Maßnahmen heute wesentlich besser. Durch das Lobbying und die Expertise der ProjektmitarbeiterInnen konnten zahlreiche andere staatliche Verordnungen zur Umsetzung von Kinderschutzmaßnahmen erwirkt werden. Zum Beispiel die gesetzliche Registrierung von Kindern, bestimmte Vorgehensweise im Fall von Menschenhandel oder Leitfäden für SchulleiterInnen und SchulpsychologInnen für die Zusammenarbeit mit Kinderschutzzentren. Außerdem wurden Richtlinien und Anleitungen zur Errichtung von Kinderschutzzentren sowie zahlreiche Publikationen und Handbücher zur verbesserten Umsetzung der Kinderschutzgesetze verfasst. Eine Herausforderung bleibt weiterhin die Finanzierung.