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Österreichische Entwicklungszusammenarbeit

Die Österreichische Entwicklungszusammenarbeit (OEZA) unterstützt Länder in Afrika, Asien, in Südost- und Osteuropa sowie die Karibik bei ihrer nachhaltigen Entwicklung.

Das Außenministerium ( BMeiA) plant die Strategien und Programme, die Austrian Development Agency
(
ADA) setzt diese gemeinsam mit öffentlichen Einrichtungen, Nichtregierungsorganisationen und Unternehmen um.

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Integrierte Entwicklung in den Bergen

Familie in Nord-Gondar
© ADA
Die Unterstützung der Familien in Dörfern rund um das Weltkulturerbe "Nationalpark Semien Mountains" und die Förderung der Nationalparkverwaltung sichert die Artenvielfalt und damit die Attraktion der Naturgebiete in Nord-Gondar.

Die integrierte Entwicklung des Programmes in Nord-Gondar wird weiter ausgebaut: Mit 6 Millionen Euro Förderungen will Österreich bis 2016 durch das Programm "Livelihood Improvement through Sustainable Resource Management" die Lebensgrundlage von 500.000 Kleinbäuerinnen und Kleinbauern verbessern. Der Zugang zu Land soll mit moderner Landvermessung gesichert werden. Die landwirtschaftliche Produktivität erhöht und die Einkommen gesteigert werden. In der Bienenzucht oder Weihrauchproduktion steht die Verbesserung der Wertschöpfungskette im Vordergrund, um Kleinunternehmertum zu fördern.

Knappe Ressourcen in den Bergen

Dürren, ausgelaugte Böden und überweidete Flächen führen in Nord-Gondar immer wieder zu Nahrungsmittelknappheit. Die karge Bergregion zählt zu den ärmsten des Landes.

© ADA
Dürren, ausgelaugte Böden und überweidete Flächen führen in Nord-Gondar immer wieder zu Nahrungsmittelknappheit.

Bäuerinnen arbeiten hier auf 3.000 Meter Seehöhe, zum Teil in Naturschutzgebieten. Vieles ist Handarbeit. Die Austrian Development Agency (ADA), die Agentur der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit, fördert seit 2008 die integrierte Entwicklung der größten Zone dieser Region.

Sanften Tourismus stark nutzen

Die Unterstützung der Familien in Dörfern rund um das Weltkulturerbe "Nationalpark Semien Mountains" und die Förderung der Nationalparkverwaltung sichert die Artenvielfalt und damit die Attraktion der Naturgebiete in Nord-Gondar. Rund 16.000 Trekking-TouristInnen sind im letzten Jahr nach Äthiopien gereist, um in der beeindruckenden Gebirgsregion zu wandern.

Der sanfte Tourismus bringt zusätzliche Einkommen für Bergführer, Köche, Vermieter und Souvenirhändler, aber auch Bäuerinnen und Händler, die Nahrungsmittel an Hotels und Herbergen liefern.

Zusammenarbeit auf vielen Ebenen

Das Programm fördert eine Region in der Größe von Halb-Österreich und wird gut ergänzt durch Förderungen von Nichtregierungsorganisationen wie SOS Kinderdorf oder dem Roten Kreuz. Auch Wissenschaftskooperationen mit österreichischen Universitäten wie der BOKU oder der MedUNI werden aufgebaut.

© ADA
Die ADA fördert seit 2008 die integrierte Entwicklung der größten Zone dieser Region.

Das Land Niederösterreich unterstützt die Verwendung von Photovoltaikanlagen in Gesundheitseinrichtungen.

Der integrierte Programmansatz führt alle Erfahrungen der Vorgängerprojekte zusammen und baut diese weiter aus. Das Programm hilft, die Widerstandskraft der Haushalte gegenüber Krisen, wie etwa Dürreperioden, zu stärken. Damit wird die Abhängigkeit von externer Nothilfe verringert und eine gute Perspektive für die Zielgruppen geschaffen.