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Österreichische Entwicklungszusammenarbeit

Die Österreichische Entwicklungszusammenarbeit (OEZA) unterstützt Länder in Afrika, Asien, Zentralamerika sowie in Südost- und Osteuropa bei ihrer nachhaltigen sozialen, wirtschaftlichen und demokratischen Entwicklung.

Das Außenministerium (BMeiA) plant die Strategien und Programme, die Austrian Development Agency (ADA) setzt diese gemeinsam mit öffentlichen Einrichtungen, Nichtregierungsorganisationen und Unternehmen um.

Akteure
BMeiA
Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten
ADA
Austrian Development Agency

weitere öffentliche Akteure

Wo bin ich?


Kakao in aller Munde

Kakao und Zimtprodukte.
© by: ProDeSoC/P. Torrez

Kakao wird zu Schokolade und Kakaowein verarbeitet und verkauft.

Die Besuche bei den Kakaobauern in der Region Rio San Juan im Südosten Nicaraguas nehmen in letzter Zeit zu. Zwar wird Kakao schon seit dem Ende des letzten Jahrhunderts hier angebaut, aber erst seit 2007 wird der Rohstoff auch in Schokolade und Kakaowein verarbeitet und verkauft. Mit Unterstützung der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit (OEZA) - konkret durch Fortbildungen, gemeinsamen Vermarktungsmöglichkeiten und Kleinkredite - verdienen viele Bauern durch die Weiterverarbeitung der Kakaobohne ein beträchtliches "Zubrot". Die lokal hergestellte Schokolade wird in Hotels und kleinen Restaurants der Dörfer Boca de Sábalos und El Castillo verkauft. Denn auch der Tourismus hat in den letzten Jahren auf diesem schönen Fleckchen Erde zugenommen.

 

Die leckerste Schokolade am Rio San Juan

Frauen am Verkaufsmarkt in Buena Vista.
© by: ProDeSoC/P. Torrez

Ein Verkaufsmarkt in Buena Vista.

"Ich habe den Ehrgeiz, die leckerste Schokolade am Rio San Juan zu produzieren und bin stolz auf meine Produkte", sagt etwa Doña Elida, Kakao- und Schokoladenproduzentin. Ihr Ziel ist es, auch für die Hauptstadt Managua und darüber hinaus zu produzieren. Dazu muss sie aber die Produktpräsentation und die Verpackung noch verbessern. Keine leichte Aufgabe unter den schwierigen Bedingungen in der abgeschiedenen Region des Rio San Juan: Die Hauptstadt ist nur über eine 15-stündige Schiff- oder 9-stündige Auto-Fahrt erreichbar.

Gemeinsam mehr zusammenbringen

Die Österreichische Entwicklungszusammenarbeit unterstützt die nachhaltige ländliche Entwicklung der Region Rio San Juan im Südosten Nicaraguas seit den 1980er-Jahren. Seit 2003 wird auch der Kakaoanbau gefördert und BäuerInnen in der handwerklichen Herstellung von Kakao fortgebildet. Im Zeitraum von 2004 bis 2009 wird die Gemeinde El Castillo mit einem Programm, das neben der ländlichen Entwicklung unter anderem auch einen Forstförderungsfonds beinhaltet, mit rund 4,4 Millionen Euro unterstützt. Nachhaltige Holznutzung, Aus- und Fortbildungsverbesserungen für die Jugend, die Sanierung des Sägewerks und vieles mehr kommt den 23.000 Einwohnern der Gemeinde zugute.

 

Weitere Informationen: