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Österreichische Entwicklungszusammenarbeit

Die Österreichische Entwicklungszusammenarbeit (OEZA) unterstützt Länder in Afrika, Asien, in Südost- und Osteuropa sowie die Karibik bei ihrer nachhaltigen Entwicklung.

Das Außenministerium ( BMeiA) plant die Strategien und Programme, die Austrian Development Agency
(
ADA) setzt diese gemeinsam mit öffentlichen Einrichtungen, Nichtregierungsorganisationen und Unternehmen um.

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Der Kampf gegen Hunger

Menschen im Freien am Brunnen
© ADA
Die Region Nord-Gondar befindet sich im Norden Äthiopiens.

"Der Kampf gegen den Hunger ist eines der vorrangigsten Ziele der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit", erklärt Staatssekretär Reinhold Lopatka anlässlich des Welternährungstages am 16. Oktober 2013. "In Nord-Gondar, in Äthiopien, hilft Österreich beispielsweise mit rund 14 Millionen Euro, die Lebensbedingungen von über 500.000 Kleinbäuerinnen und Kleinbauern zu verbessern", so Lopatka. Im Norden Äthiopiens sind die Nahrungsmittel oft knapp. Ausgelaugte Böden und überweidete Flächen sind das Problem. Mit Unterstützung der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit erlernen die Bäuerinnen und Bauern Anbaumethoden kennen, die auf mehreren tausend Metern Seehöhe zu mehr Ertrag führen. Widerstandsfähigere Getreidesorten und bestimmte Rinderrassen verbessern die Ernte und die Viehzucht.

Bäuerin und Bauern in Nord Gondar.
© ADA
Die Bäuerinnen und Bauern können durch den größeren Ertrag Vorräte anlegen.

"Die Bäuerinnen und Bauern können durch den größeren Ertrag Vorräte anlegen oder ihre Produkte auf dem Markt verkaufen", erklärt Lopatka. Durch verbesserte Lagermöglichkeiten lassen sich Dürreperioden oder Missernten leichter bewältigen. Mit den zusätzlichen Einnahmen haben die Familien die Möglichkeit, etwa den Schulbesuch ihrer Kinder zu finanzieren. Insgesamt hat sich durch die Hilfsmaßnahmen die Ernährungssicherheit in dem Gebiet enorm verbessert. Die Abhängigkeit von externer Nothilfe konnte reduziert werden. "Das ist genau das, was wir mit diesem Programm auch erreichen wollen", so der Staatssekretär.

Nach wie vor hungern weltweit 842 Millionen Menschen, so der aktuelle Bericht über die Ernährungsunsicherheit auf der Welt. Seit Anfang der 1990er-Jahre sind Hunger und chronische Unterernährung um 17 Prozent zurückgegangen. "Diese Entwicklung ist zwar erfreulich, dennoch hat weltweit jeder achte Mensch zu wenig Nahrungsmittel zur Verfügung", erklärt Lopatka. Während sich in den meisten Regionen die Zahl der Hungernden verringert hat, ist sie in Subsahara-Afrika sowie in Nordafrika und Westasien sogar gestiegen. "Mit unserem Beitrag für nachhaltiges Ressourcenmanagement versuchen wir, dieser Entwicklung möglichst wirksam entgegenzutreten", sagt Reinhold Lopatka.