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Österreichische Entwicklungszusammenarbeit

Die Österreichische Entwicklungszusammenarbeit (OEZA) unterstützt Länder in Afrika, Asien, in Südost- und Osteuropa sowie die Karibik bei ihrer nachhaltigen Entwicklung.

Das Außenministerium (BMEIA) plant die Strategien und Programme, die Austrian Development Agency
(
ADA) setzt diese gemeinsam mit öffentlichen Einrichtungen, Nichtregierungsorganisationen und Unternehmen um.

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Eine Klinik für Ramallah

Palästinensische Frau in einem Labor.
© ADA
Die kontinuierliche Ausbildung des Fachpersonals garantiert die qualitativ hochwertige medizinische Versorgung der PatientInnen.

Die Menschen in den Palästinensischen Gebieten leben unter besonders prekären Bedingungen. Der psychische Stress durch die andauernde Besatzung, ungesunde Ernährung, der Mangel an Bewegung der städtischen Bevölkerung sowie hoher Nikotinkonsum führen zu gesundheitlichen Beschwerden und häufig sogar zum Tod. Krankheiten wie Diabetes, Herz-Kreislauf-Störungen, Krebs, chronische Atemwegsbeschwerden und psychische Störungen verursachen steigende Kosten und gefährden die Aufrechterhaltung des palästinensischen Gesundheitssystems. Denn ohne rasche und wirksame Maßnahmen stellt sich bald die Frage nach dessen Finanzierbarkeit.

Mann mit Blutdruckmessgerät.
© ADA
Täglich werden bis zu 130 PatientInnen aus dem gesamten Westjordanland behandelt.

Österreich unterstützt Aufbau eines Gesundheitszentrums

Das Gesundheitsministerium in Ramallah hat daher die Einrichtung eines Zentrums zur Aufklärung, Erforschung und Behandlung von sogenannten Zivilisationskrankheiten wie Diabetes oder Herz-Kreislauf-Störungen beschlossen. Auch die Österreichische Entwicklungszusammenarbeit beteiligte sich an den Kosten. Der österreichische Beitrag floss vor allem in die Ausstattung, in die Schulung des Klinikpersonals, in die Entwicklung von Ausbildungsplänen sowie in Aufklärungskampagnen.

In Klinik  werden täglich bis zu 130 PatientInnen aus dem gesamten Westjordanland behandelt. Das Angebot anderer spezialisierter Dienste soll je nach Bedarf erweitert werden.

Prävention und Aufklärung statt Behandlungen

Die kontinuierliche Ausbildung des Fachpersonals garantiert die qualitativ hochwertige medizinische Versorgung der PatientInnen. Speziell die komplizierten und schweren Fälle profitieren davon. "Meine offene, durch chronische Diabetes verursachte Wunde am Fuß hat sich durch die Behandlung hier im Zentrum wieder geschlossen. Jetzt kann ich fast wieder normal gehen", freut sich eine alte Frau.

Ein wesentlicher Punkt ist vor allem, einen Schritt früher anzusetzen und durch Prävention die Entstehung von Krankheiten von vornherein zu verhindern. Öffentliche Aufklärungskampagnen informieren daher über Risikofaktoren und vorbeugende Maßnahmen. Das höhere Bewusstsein in der Bevölkerung soll dazu beitragen, Zivilisationskrankheiten und deren Verbreitung zu reduzieren.