Mit Energie ins neue Jahr
EZA-Minister Spindelegger zu den Schwerpunkten der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit 2010
Die zunehmende globale Vernetzung bedeutet, dass wir Entwicklungspolitik verstärkt als weltumspannende Strukturpolitik und Querschnittsaufgabe vieler Politikbereiche wahrnehmen müssen. Wir legen daher besonderen Wert darauf, dass alle öffentlichen Akteure der österreichischen Entwicklungspolitik sichtbar eingebunden werden - Entwicklungszusammenarbeit ist die Verantwortung der gesamten Bundesregierung. 2010 wollen wir noch mehr als bisher Synergieeffekte zwischen Entwicklungspolitik und anderen Politikbereichen, wie Wirtschaft, Umwelt, Klimawandel oder Landwirtschaft erzielen. Nur so können wir unsere Entwicklungszusammenarbeit noch wirksamer gestalten.
Ein wichtiger Bereich in diesem Zusammenhang ist "Sicherheit und Entwicklung". Österreich setzt sich besonders für den Schutz von Zivilisten, insbesondere den Schutz von Frauen und Kindern in bewaffneten Konflikten sowie die stärkere Einbindung von Frauen in Friedensprozesse ein. Auch wollen wir auf UNO und EU-Ebene in Kooperation mit dem Bundesministerium für Landesverteidigung und Sport erreichen, dass entwicklungspolitische Themen in Friedensmissionen verstärkt berücksichtigt werden.
Die Förderung von Projekten im Bereich erneuerbare Energien und Energieeffizienz ist bereits seit Jahren ein thematischer Schwerpunkt der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit. Im Jahr 2010 werden wir unser Profil in der internationalen Energiekooperation weiter stärken. Wien wird Veranstaltungsort großer Energiekonferenzen sein: In der Hofburg werden von 20. bis 22. April die erste hochrangige Sitzung im Rahmen der EU-Afrika-Energiepartnerschaft und das "Global Forum on Sustainable Energy Development" stattfinden. Ziel dieser Treffen ist eine Bestandaufnahme bereits erzielter Fortschritte der Partnerschaft und ein zukunftsorientierter Dialog zum zweiten Energie-Aktionsplan, der beim nächsten EU-Afrika Gipfel angenommen werden soll. Wir werden also das Jahr 2010 gezielt nützen, um die Stellung Wiens als internationaler Energie-Knotenpunkt weiter auszubauen.




