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Österreichische Entwicklungszusammenarbeit

Die Österreichische Entwicklungszusammenarbeit (OEZA) unterstützt Länder in Afrika, Asien, Zentralamerika sowie in Südost- und Osteuropa bei ihrer nachhaltigen sozialen, wirtschaftlichen und demokratischen Entwicklung.

Das Außenministerium (BMeiA) plant die Strategien und Programme, die Austrian Development Agency (ADA) setzt diese gemeinsam mit öffentlichen Einrichtungen, Nichtregierungsorganisationen und Unternehmen um.

Akteure
BMeiA
Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten
ADA
Austrian Development Agency

weitere öffentliche Akteure

Wo bin ich?


Roma in Mazedonien: Oft ausgegrenzt und unsichtbar

Laut Volkszählung im Jahr 2002 leben in Mazedonien rund 54.000 Roma, inoffiziellen Quellen zufolge jedoch bis zu dreimal so viele. Ungefähr 1.700 Roma-Flüchtlinge aus dem Kosovo warten seit 10 Jahren auf ihre Rückkehr und/oder auf eine dauerhafte Lösung ihrer (Wohn)-Situation im Land. Über 35 Prozent der EinwohnerInnen Mazedoniens sind arbeitslos, fast jeder dritte Einwohner lebt unterhalb der Armutsgrenze, davon überproportional viele Roma.

 

Situation der Volksgruppe

Kinder sitzen vor dem Schulgebäude.
© by: ADA / Habertheuer

Die Situation der Roma in Mazedonien ist leider kein Einzelfall.

Im Allgemeinen ähnelt die Situation der Roma in Mazedonien der Situation jener in anderen Ländern Mittel- und Südosteuropas. Sie sind von der Gesellschaft der Mehrheitsbevölkerung ausgeschlossen. Besonders deutlich zeigt sich die Segregation im Schulwesen und auf dem Arbeitsmarkt. Die Arbeitslosigkeit unter Roma-Angehörigen ist um ein Vielfaches höher als bei der restlichen Bevölkerung. Ein großer Teil der Volksgruppe wohnt sozial abgeschirmt von der Mehrheitsbevölkerung in Siedlungen, die meist nicht über die notwendige Infrastruktur wie etwa Wasser- oder Elektrizitätsversorgung verfügen.

 

Erschwerter Zugang zu Bildung

Kinder in der Schule.
© by: ADA / Habertheuer

Den meisten Kindern bleibt ein regulärer Schulbesuch verwehrt.

Besonders kritisch ist die Situation der Roma im Bildungsbereich, der für sie nur sehr schwer zugänglich ist. Häufig werden die Kinder Schulen für geistig und körperlich Behinderte oder Schulen mit bekannt niedriger Qualität zugeteilt. Man schätzt, dass der Anteil der Roma-Kinder, die Sonderschulen besuchen, in Mazedonien bei 60 bis 70% liegt. Sehr viele Kinder absolvieren lediglich die Primarstufe. Der Anteil der Angehörigen der Volksgruppe, der eine Hochschule oder eine andere höhere Ausbildung absolviert, beträgt weniger als ein Prozent.

 

Soziale Integration und interkultureller Dialog

Kinder beim Unterricht.
© by: ADA / Habertheuer

Die soziale Integration von Roma- Kindern wird durch gezielte Aktivitäten wie Sprachunterricht gefördert.

Die Österreichische Entwicklungszusammenarbeit unterstützt seit Mai 2009 im Rahmen eines Mikroprojektes die soziale und kulturelle Integration von Roma und albanischen SchülerInnen in der Stadt Negotino (Zentralmaze-donien). Das Projekt zeichnet sich durch die Förderung des interkulturellen Dialoges im ländlichen Raum und durch Bildungsmaßnahmen im außerschulischen Bereich aus. Die soziale Integration von Roma- und albanischen Kindern sowie deren Eltern aus dem entlegenen Dorf Crveni Bregovi wird durch gezielte Aktivitäten im Bildungs- und Kulturbereich, die gemeinsam mit SchülerInnen der Stadt Negotino stattfinden, gefördert: Förder- und Sprach-unterricht, Tanzstunden, Exkursionen, IT-Grundkurse usw. In Crveni Bregovi leben rund 300 Menschen darunter mehrheitlich Roma und AlbanerInnen.

 

Volksschule in Crveni Bregovi.
© by: ADA/ Habertheuer

Die Volksschule in Crveni Bregovi befindet sich in desolatem Zustand.

Die Volksschule in Crveni Bregovi befindet sich in desolatem Zustand und Bedarf dringend der Erneuerung. Durch die Unterstützung der Öster-reichischen Entwicklungszu-sammenarbeit kann der Stadtrat von Negotino die Revitalisierung des Schulgebäudes in Angriff nehmen und ein adäquates Lernumfeld, Versammlungsräume und ein sicheres Wahllokal für die Dorfbevölkerung schaffen. Mit einer österreichischen Unterstützung von rund 9.000 EURO ist dies möglich.

Weitere Informationen: