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Österreichische Entwicklungszusammenarbeit

Die Österreichische Entwicklungszusammenarbeit (OEZA) unterstützt Länder in Afrika, Asien, in Südost- und Osteuropa sowie die Karibik bei ihrer nachhaltigen Entwicklung.

Das Außenministerium (BMEIA) plant die Strategien und Programme, die Austrian Development Agency
(
ADA) setzt diese gemeinsam mit öffentlichen Einrichtungen, Nichtregierungsorganisationen und Unternehmen um.

Wirtschaftspartnerschaften

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Streetwork in Bolivien

Wandbild von Franz Mamani mit einem ehemaligen Straßenkind.
© MAPAKI
Kinder und Jugendliche schrittweise von der Straße weg bringen, darum bemüht sich eine Organisation im Westen Boliviens.

Wie in vielen Ländern Südamerikas, steigt auch in Bolivien die Zahl der Kinder und Jugendlichen, die auf der Straße leben, stetig an. UNICEF spricht von rund 3.700 Kinder und Jugendlichen im städtischen Bereich. Von staatlicher Seite gab es bislang kaum konkrete Unterstützung. Langsam macht sich ein Umdenkprozess bemerkbar. Über das Thema wird offen diskutiert und von verschiedensten Seiten und Sektoren aufgegriffen. Ein Meilenstein war die nationale Zählung welche, ausgehend vom Innenministerium, gemeinsam mit dem "Nationales Netz zum Schutz der Rechter der Kinder und Jugendliche in Situation Straße" durchgeführt wurde. Es war das erste Mal in der Geschichte Boliviens, dass auf nationaler Ebene eine Studie erstellt wurde, welche eine Annäherung an die Dimension der Problemlage darstellt und Aufschlüsse über die Lebensbedingungen der Personen, die in Bolivien auf der Straße leben, geben wird. Die Ergebnisse werden Ende April 2014 erwartetet.

Streetworker mit Straßenkindern.
© MAPAKI
Maya Paya Kimsa von einer Kleinstinitiative zu einer nationalweit anerkannten Institution im Bereich Streetwork avanciert.

Hoffnung für Strassenkinder

Die Organisation Maya Paya Kimsa leitet ein von der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit unterstütztes Projekt zur Professionalisierung und Spezialisierung von Streetworkern in El Alto im Westen Boliviens. Mit gezielter Koordinations- und Netzwerkarbeit auf  lokaler und nationaler Ebene soll ein wichtiger Beitrag zur Schaffung eines strukturellen Kinderschutzsystems geleistet werden, in dem der Staat die zentrale Rolle übernimmt und private Einrichtungen eingebunden werden.Seit dem ersten Straßentreffen im Jahr 2003 ist Maya Paya Kimsa von einer Kleinstinitiative zu einer nationalweit anerkannten Institution im Bereich Streetwork avanciert. Um den Kindern und Jugendlichen den Übergang von der Straße hin zu einem alternativen Lebensraum zu erleichtern ist ein neunköpfiges Team mit der täglichen Betreuung von Straßenkindern betraut.

TeilnehmerInnen eines Fußballturnieres.
© MAPAKI
Neben der Betreuung im Tageszentrum werden unter anderem auch Fußballturniere organisiert.

Schrittweise eine neue Perspektive finden

Das Angebot ist vielfältig neben der Betreuung im Tageszentrum werden psychologische Gespräche angeboten, Fußballturniere, Talentnachmittage, Tauchgänge sowie Tanz, Malerei und Musikveranstaltungen organisiert. Der Organisation Maya Paya Kimsa geht es um mehr als um die oft übliche "Rundum-Versorgung" von Straßenkindern. Der Verein stellt keine Schlafmöglichkeit, Kleider- oder Essensversorgung zur Verfügung. Faktoren, die den Kindern das Leben auf der Straße erleichtern und so die Motivation für Veränderung erschweren. Vielmehr soll über eine intensive Einzelbetreuung eine eigenverantwortliche, selbstgewünschte und nachhaltige Verbesserung der Lebensumstände erreicht werden.