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Österreichische Entwicklungszusammenarbeit

Die Österreichische Entwicklungszusammenarbeit (OEZA) unterstützt Länder in Afrika, Asien, in Südost- und Osteuropa sowie die Karibik bei ihrer nachhaltigen Entwicklung.

Das Außenministerium (BMEIA) plant die Strategien und Programme, die Austrian Development Agency
(
ADA) setzt diese gemeinsam mit öffentlichen Einrichtungen, Nichtregierungsorganisationen und Unternehmen um.

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Ugandas Farmer gehen online

Menschen stehen vor einer Biogasanlage in Uganda.
© ADA
Eine Biogasanlage treibt die Mühle an - das Computerzentrum wird mit Sonnenenergie betrieben. Unterstützung abseits des nationalen Stromnetzes in Norduganda.

In Opit, einem großen Dorf im Norden Ugandas, heizt die Sonne auf das Blechdach einer kleinen Halle. Aber das ist gut so. Schließlich brauchen die Computer im kleinen, neueingerichteten Zentrum Solarstrom. Das Internet ist quasi zu den Menschen gekommen – auf Initiative der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit und der UNIDO, der Organisation der Vereinten Nationen für industrielle Entwicklung: Die Kleinbäuerinnen und Kleinbauern der Region können in Opit seit Dezember 2013 in einem Computerzentrum kostengünstig Laptops und das Internet nutzen. Computerkurse, die Basics ebenso wie Know-how zur Nutzung des Internets zur Produktvermarktung bieten, werden angeboten und gern angenommen. "Die Idee hinter dem Computerzentrum ist, die lokale Wirtschaft durch den Zugang zu Information anzukurbeln", erklärt Bruno Otto, der Leiter von UNIDO in Uganda.

Landwirtschaftliche Produkte besser vermarkten

Im Nebengebäude dreht eine Mühle ihre schweren Steine und mahlt Getreide aller Art. Der Antrieb ist eine – ebenfalls neu installierte – Biogasanlage. Denn das Computerzentrum liegt abseits des nationalen Stromnetzes und ist auf nachhaltige, erneuerbare Energie angewiesen. "Dadurch dass die BäuerInnen Mehl statt Getreide verkaufen, können sie mehr dafür verlangen", berichtet Simone Knapp, Leiterin des Auslandsbüros der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit in Kampala: "Der lokalen Bauerninitiative ist der Mehrwert des Zentrums, das sie selbst  mit Unterstützung des Zentrums für erneuerbare Energie der Makerere Universität aufgebaut hat, durchaus bewusst."

Bruno Otto, Leiter von UNIDO in Uganda.
© ADA
"Die Idee hinter dem Computerzentrum ist, die lokale Wirtschaft durch den Zugang zu Information anzukurbeln", erklärt Bruno Otto, der Leiter von UNIDO in Uganda.

Businessideen gehen on air

In der Distrikthauptstadt Pader noch weiter im Norden Ugandas wurde ein ähnliches Zentrum durch die Österreichische Entwicklungszusammenarbeit finanziert und bereits vor einem Jahr in Betrieb genommen. Mehr als 40 Personen nutzen dort täglich den günstigen Zugang zu moderner Technologie oder nehmen an den angebotenen Computerkursen teil. Das Zentrum ist außerdem eine Partnerschaft mit der lokalen Radiostation Luo FM eingegangen: Das Zentrum und das Radio stellen gemeinsam Marktinformationen – wie zum Beispiel die Tagespreise verschiedener Anbauprodukte - für lokale Kleinbauern, aber auch anderer Kleinunternehmer bereit und unterstützten auch bei der Entwicklung von Businessplänen und neuen Businessideen. Margaret Laloyo, Marketing Managerin einer Bio-Kleinbauerninitiative, freut sich über die Unterstützung in der Vermarktung ihrer Produkte, wie lokal produzierter organischer Kare-Butter, Erdnussbutter und Sesam-Snacks. "Durch das Internet konnte ich neue Käufer für meine Produkte finden", sagt sie: "Und das Zentrum hilft mir jetzt auch dabei meine  Wirtschaftsidee durch einen Businessplan auf nachhaltige Beine zu stellen".