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Österreichische Entwicklungszusammenarbeit

Die Österreichische Entwicklungszusammenarbeit (OEZA) unterstützt Länder in Afrika, Asien, in Südost- und Osteuropa sowie die Karibik bei ihrer nachhaltigen Entwicklung.

Das Außenministerium (BMEIA) plant die Strategien und Programme, die Austrian Development Agency
(
ADA) setzt diese gemeinsam mit öffentlichen Einrichtungen, Nichtregierungsorganisationen und Unternehmen um.

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Verantwortung übernehmen

Erik Solheim
© ADA
Es braucht einen funktionierenden privaten und öffentlichen Sektor für erfolgreiche Entwicklung, sagt Erik Solheim, OECD.

"Als wohlhabender Staat haben wir eine Verantwortung", das richtete Außenminister Sebastian Kurz den TeilnehmerInnen der Konferenz "10 Jahre corporAID" via Videobotschaft aus. Mehr als 100 Gäste hatten sich am 5. März 2014 in der Raiffeisen-Zentralbank versammelt um anlässlich des Jubiläums des Magazins corporAID in Workshops und Diskussionen neue Wege für Wirtschaft und Entwicklung zu thematisieren. Als Hauptredner betonte am Abend Erik Solheim, Vorsitzender des Entwicklungshilfeausschusses der OECD: "Ein starker, dynamischer Privatsektor ist wichtig für Entwicklung." Dazu müsse man sich nur die Entwicklung in China ansehen. 1980 lag das Bruttonationaleinkommen der Volksrepublik bei 200 US-Dollar pro Kopf und heute bei rund 6.600 US-Dollar.

Menschen am Podium sitzend
© ADA
Der 10. Geburtstag des Magazins corporAID wurde mit einer Konferenz gefeiert.

Betriebe müssen das tun, worin Betriebe gut sind

"Betriebe müssen das tun, worin Betriebe gut sind", betonte Solheim: "Arbeitsplätze schaffen und die Konjunktur ankurbeln." Betriebe müssten keine Kindergärten bauen. "Es ist zwar schön, wenn sie das tun, aber das ist nicht nötig. Dafür ist der öffentliche Sektor zuständig", so Solheim. Dafür seien wiederum Steuern unerlässlich, von denen auch die Betriebe selbst profitieren. In Afrika zum Beispiel seien 1,5 Milliarden Menschen noch nicht ans Stromnetz angeschlossen. Das müsse und könne geändert werden, ist Erik Solheim überzeugt. "Am besten geht dass, wenn es seinen starken Privatsektor und einen starken öffentlichen Sektor gibt. Irgendwie ist es mit etwa 25 Jahren üblich sich für eine Karriere in dem einen oder anderen Sektor zu entscheiden und den nicht gewählten Bereich schlecht zu machen. Aber es braucht beides um erfolgreich zu sein", erklärt Solheim.

Drei Männer und eine Frau am Podium diskutierend
© ADA
Wirtschaftspartnerschaften bündeln Unternehmergeist und den Spirit der Entwicklungszusammenarbeit, sagt Martin Ledolter, ADA.

Unternehmergeist und Spirit der Entwicklungszusammenarbeit bündeln

"Wenn österreichische Betriebe in Entwicklungs- und Schwellenländern aktiv werden, dann sollten es die besten und stärksten sein. Denn sie schaffen es am ehesten die Herausforderungen, die dabei auf sie zukommen zu bewältigen", meint Erik Solheim. "Wirtschaftspartnerschaften sind ein gutes Instrument um Unternehmergeist mit dem Spirit der Entwicklungszusammenarbeit zu bündeln", betonte Martin Ledolter, Geschäftsführer der Austrian Development Agency, der Agentur der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit, in der anschließenden Podiumsdiskussion. "Wenn österreichische Unternehmen im Ausland so agieren, wie sie in Österreich aufgrund von Gesetzen müssen, dann ist schon viel gewonnen", ist Walter Koren, Außenwirtschaft Austria, überzeugt. Im Bereich ArbeitnehmerInnen- oder Umwelt-Schutz, aber auch in der Aus- und Weiterbildung seien österreichische Unternehmen wichtige Inputgeber. "Und wenn wir in Zusammenarbeit mit Unternehmen – wie etwa dem Kunststoff-Verpacker ALPLA – auch noch Nichtregierungsorganisationen an Bord haben, entstehen tolle Projekte wie die Lehrlingsausbildung in Mexiko, die für qualifizierte Arbeitskräfte sorgt und von der sowohl die Bevölkerung vor Ort als auch das Unternehmen profitieren", so ADA-Chef Ledolter.

Neben Koren und Ledolter diskutierten am Podium Bernhard Weber, ICEP, Andrea Hagmann, Vorstand der Oesterreichischen Entwicklungsbank (OeEB), Bernhard Hulla, Human Dynamics, und Erik Solheim, OECD.

Die Österreichische Entwicklungszusammenarbeit fördert corporAID seit mehreren Jahren gemeinsam mit dem Wirtschaftsministerium.