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Österreichische Entwicklungszusammenarbeit

Die Österreichische Entwicklungszusammenarbeit (OEZA) unterstützt Länder in Afrika, Asien, in Südost- und Osteuropa sowie die Karibik bei ihrer nachhaltigen Entwicklung.

Das Außenministerium ( BMEIA) plant die Strategien und Programme, die Austrian Development Agency
(
ADA) setzt diese gemeinsam mit öffentlichen Einrichtungen, Nichtregierungsorganisationen und Unternehmen um.

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Wasser für Reisfelder

Dorfbewohner bei einem Bewässerungskanal.
© ADA
Das Dorf Toktokha hat sich dazu entschieden, mit dem Geld den Bewässerungskanal für ihre Felder zu renovieren.

In dem abgelegenen Dorf Toktokha in Bhutan ist Reis das wichtigste landwirtschaftliche Produkt. Allerdings mangelt es an Wasser. Weil der Trockenreisanbau zu wenig Ertrag bring, brennen die BewohnerInnen des Dorfes immer neue Flächen des Waldes ab, um neue, fruchtbare Felder zu bekommen. Ein von Österreich und Dänemark unterstütztes Projekt setzt diesem Teufelskreis nun ein Ende. Über eine Ausschreibung werden kleine Initiativen der Zivilgesellschaft gestärkt. Das Dorf Toktokha hat sich dazu entschieden, mit dem Geld den Bewässerungskanal für ihre Felder zu renovieren und so wieder auf den ertragreicheren Nassreisanbau zu setzen.

Alle im Dorf helfen mit

"Die unerwartete Ausschreibung für eine Förderung kam für uns wie gerufen", sagte Dawa Pelzang, ein  Vertreter von Toktokha. Er erfuhr über die Ausschreibung im Radio, wurde neugierig und begann zu recherchieren. Mit Hilfe des lokalen Raumplanungsbüros, bekam er die erforderlichen Unterlagen zur Projekteinreichung. Für die Leitung des Projekts wählte das Dorf ein Komitee; Entscheidungen wurden gemeinschaftlich beschlossen. Obwohl alle 50 Haushalte zum ersten Mal auf diese Weise zusammen arbeiteten, schaffte es die Gemeinde Bewässerungsröhren anzuschaffen und diese an sehr steilen Steinhang zu verlegen.

Wasser von einer fernen Quelle

"Die Materialien von der Landstraße zum Steilhang am Projektstandort zu tragen war eine große Herausforderung für die Männer in unserer Gemeinde. Aber wir haben es geschafft und können unsere Felder über eine weit entfernte Quelle bewässern", sagt Dawa Pelzang stolz: „Das Projekt ist ein beachtenswerter Erfolg für unser Dorf". Ausgenommen von dem Transport der Röhren und dem Service der Steinmetze, die aus den Projektmitteln finanziert wurden, wurden alle Arbeiten von Gemeindemitgliedern erledigt. Die Kosten für die Bewässerung betragen 13.600 Euro. "Eine große Herausforderung war der Fortschrittsbericht und die Buchhaltung, da wir keine Ausbildung in diesem Bereich haben und weder über Computer noch Zugang zum Internet verfügen", gesteht Dawa Pelzang, der in seinem Dorf der Gebildetste ist.

Eine starke gemeinschaftliche Dynamik

32 Ackerfelder können jetzt ausreichend für den Reisanbau bewässert werden. Alle Bäuerinnen und Bauern können gleichzeitig mit dem Anbau beginnen. Das wiederum verhindert Konflikte in der Dorfgemeinschaft, weil niemand aufgrund von Wasserknappheit warten muss. Die Arbeit ist durch die aufgeweichte Erde leichter und die Ernte der Reisproduktion wurde um mehr als die Hälfte erhöht. Aber beste Resultat ist, dass die Dynamik in der Gemeinde durch das Projekt gestärkt wurde. Die erfolgreiche Erfahrung der gemeinsamen Umsetzung eines Projekts wird die Gemeinschaft auch künftige Probleme leichter lösen lassen.