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Österreichische Entwicklungszusammenarbeit

Die Österreichische Entwicklungszusammenarbeit (OEZA) unterstützt Länder in Afrika, Asien, in Südost- und Osteuropa sowie die Karibik bei ihrer nachhaltigen Entwicklung.

Das Außenministerium ( BMeiA) plant die Strategien und Programme, die Austrian Development Agency
(
ADA) setzt diese gemeinsam mit öffentlichen Einrichtungen, Nichtregierungsorganisationen und Unternehmen um.

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Uganda: Trinkwasser für 550.000 Menschen durch österreichische Unterstützung

Robert Burtscher, Betty Bigombe und Kerstin Danert am Podium
Das Wasserversorgungsprogramm in Uganda ist zu einem Vorzeigemodell geworden, so die ExpertInnen.

"Wir sind stolz, dass wir Ihnen heute eine Studie präsentieren dürfen, die belegt, dass die Österreichische Entwicklungszusammenarbeit ein Erfolgsmodell ist. Die Untersuchung der Wasserversorgung in 42 der fast 80 versorgten Kleinstädte in Südwest-Uganda zeigt, dass 93 Prozent davon ausgezeichnet funktionieren", freut sich Martin Ledolter, Geschäftsführer der Austrian Development Agency, der Agentur der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit, über die funktionierende Zusammenarbeit mit dem Partnerland in Ostafrika.

Ministerin Betty Bigombe
Durch das saubere Wasser gibt es weniger Krankheiten, freut sich Ministerin Bigombe.

Leistbares, sauberes Trinkwasser

Mehr als eine halbe Million Menschen bekam in den letzten 17 Jahren durch das "South Western Towns Water and Sanitation Programme" Zugang zu sicherem Trinkwasser. "Das saubere Trinkwasser wird auch von der armen Bevölkerung sehr gut angenommen, obwohl es kostenpflichtig ist", betont Betty Bigombe, Staatsministerin für Wasser in Uganda bei der Podiumsdiskussion DialogEntwicklung der Austrian Development Agency am 27. August 2013 in der Diplomatischen Akademie. "Das Projekt war ein großer Erfolg und dient uns heute als Modell für die landesweite Wasserversorgung aller kleinen Städte, die wir mit Unterstützung von Gebern wie Österreich erreichen wollen", erklärt Bigombe. Sauberes Wasser verbessert die Gesundheit der Bevölkerung und senkt die Kindersterblichkeit.

Reinold Seidelmann
Studienleiter Reinold Seidelmann besuchte 42 Kleinstädte, um die Wasserversorgung zu untersuchen.

Funktionierende Anlagen durch lokal ausgebildetes Personal

"Infrastruktur ist rasch gebaut. Aber echte Entwicklungsprozesse brauchen Zeit. Das besondere an der gerade abgeschlossenen Studie ist, dass wir nach vielen Jahren überprüfen konnten, was funktioniert hat und was nicht", erklärt Studienleiter Reinold Seidelmann, der das 1996 begonnene "South Western Towns Water and Sanitation Programme" gemeinsam mit einem ugandischen Team untersucht hat. Dazu wurden Wasserversorgungsanlagen in 42 Städten überprüft, Daten von 1.400 Haushalten erhoben, Interviews geführt und Bilanz gezogen.

"Ich bin beeindruckt davon, wie viele Wasserversorgungsanlagen noch funktionieren", betont Kerstin Danert, Direktorin des Rural Water Supply Networks: "Das zeigt, dass wirklich viel Wissen an das lokale Personal weitergegeben werden konnte. Die Betreiber der Anlagen sind imstande, diese zu warten und den Betrieb durch die Einnahmen aufrecht zu erhalten." Eine Herausforderung für die Kleinstädte in den nächsten Jahren wird sein, die Anlagen, die eine begrenzte Lebensdauer haben, zu erneuern. "Hier ist noch immer Unterstützung der Geber wichtig", so Danert.

Kerstin Danert
Die Studie zeigt, dass Wissen an die lokalen Betreiber weitergegeben werden konnte, betont Kerstin Danert.

Österreich unterstützt Uganda

Im Durchschnitt erhalten heute 60.000 Menschen jährlich in Uganda mit österreichischer Unterstützung Zugang zu sauberem Trinkwasser. 4 Millionen Euro zahlt die Österreichische Entwicklungszusammenarbeit dafür jedes Jahr in den Wassersektor des Landes ein. "Heuer haben wir außerdem damit begonnen 30,5 Millionen Euro für die Europäischen Union gemeinsam mit Uganda im Wasserversorgungs- und Abwasserentsorgungsbereich umzusetzen", betont Martin Ledolter. Im Vergleich: Österreich investiert jedes Jahr durchschnittlich 1 Milliarde Euro für Infrastruktur zur Wasserversorgung und Abwasserentsorgung im eigenen Land.