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Österreichische Entwicklungszusammenarbeit

Die Österreichische Entwicklungszusammenarbeit (OEZA) unterstützt Länder in Afrika, Asien, in Südost- und Osteuropa sowie die Karibik bei ihrer nachhaltigen Entwicklung.

Das Außenministerium ( BMEIA) plant die Strategien und Programme, die Austrian Development Agency
(
ADA) setzt diese gemeinsam mit öffentlichen Einrichtungen, Nichtregierungsorganisationen und Unternehmen um.

Wirtschaftspartnerschaften

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Wissenschaft gemeinsam fördern

Drei Jahre ist es her, dass die Österreichische Entwicklungszusammenarbeit mit dem Hochschulkooperationsprogramm APPEAR (Austrian Partnership Programme in Higher Education and Research for Development) Anfang 2010 eine systematische Förderung von Wissenschaftskooperationen startete. Die bisherige Bilanz kann sich sehen lassen.

Frau und Mann vor Computer.
© Helmut Spitzer
Wissenschaft gemeinsam fördern - das ist das Ziel von APPEAR.

Insgesamt 17 Hochschulpartnerschaften zwischen österreichischen Universitäten und wissenschaftlichen Einrichtungen in Schwerpunktregionen und -ländern der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit fördert das Programm seitdem. Weiteren 24 Kooperationen wurde mittels einer sogenannten Anbahnungsfinanzierung Starthilfe geleistet, neun davon konnten später weitergefördert werden. Dafür stellt die Österreichische Entwicklungszusammenarbeit 4,9 Millionen Euro an Fördermitteln bereit. Zusätzlich konnten 63 StipendiatInnen ein PhD- oder Masterstudium aufnehmen.

Ziel von APPEAR ist es, die Qualität von Lehre und Forschung zu steigern, das Management und die Verwaltung effektiver zu machen und den wissenschaftlichen Dialog national und international zu stärken. Darüber hinaus werden durch die Partnerschaften die wirtschafts- und sozialwissenschaftlichen Kompetenzen, die zur Umsetzung der nationalen Armutsminderungsstrategien in den Partnerländern erforderlich sind, gestärkt.

Regionale und thematische Vielfalt

Frau vor einer Tafel.
© Helmut Spitzer
BOKU und UNA kooperieren zum Thema Landwirtschaft.

In insgesamt drei Calls waren alle österreichischen Universitäten und Fachhochschulen eingeladen, sich gemeinsam mit wissenschaftlichen Einrichtungen und Hochschulen in Äthiopien, Uganda, Kenia, Mosambik, Kap Verde, Burkina Faso, Senegal, Nicaragua, El Salvador, Guatemala, Nepal, Bhutan und den Palästinensischen Gebieten an APPEAR teilzunehmen und entwicklungspolitische Fragestellungen sowie Forschung für Entwicklung an den Institutionen voranzutreiben. Aus allen diesen Ländern, außer Senegal, wurden Projektanträge eingereicht. Hochschulen aus ganz Österreich beteiligten sich an diesen Anträgen. Thematisch decken die wissenschaftlichen Kooperationen vom Wassersektor über den Menschenrechtsbereich hin zur Sozialarbeit ein breites Spektrum ab. Die Südpartner definierten jeweils den Bedarf.

Theorie und Praxis im Austausch

So fördert beispielsweise die Kooperation zwischen der österreichischen Universität für Bodenkultur (BOKU) und der nicaraguanischen Universität für Landwirtschaft (UNA) den engen Austausch zwischen armen ländlichen Gemeinden und der Uni im Bereich Landwirtschaft. Die akademische Seite kann so besser auf die Bedürfnisse und Anliegen aus der Praxis reagieren. Denn um zu wissen, in welche Richtung geforscht werden soll, muss vorerst geklärt werden, welche Pflanzen in der betroffenen Region angebaut oder gebraucht werden, welche Anbau- und Produktionsmethoden gefragt sind und in welchem Bereich neues Wissen eingebracht werden könnte. Theorie und Praxis unterstützen sich so gegenseitig.

Umgesetzt wird APPEAR vom Österreichischen Austauschdienst (OeAD) und dem Lateinamerika-Institut. Die aktuelle Programmphase läuft noch bis Ende 2014.